Kategorien: Asien Tagebuch
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von Daniel Hufeisen
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Willkommen in Deutschland
Montag:
Vormittag in Istanbul:
Eine große Stadt. Eine chaotische Stadt. Eine freundliche Stadt. Allein wenn man auf die Straßen schaut, ist man erstaunt: Überall ist es eng, der andere quetscht sich noch schnell dazwischen. Aber keiner regt sich auf. Man bleibt gelassen.

Abend in Nürnberg:
Nürnberger Flughafen. Regen.
Vom Nürnberger Flughafen nach Erlangen zu kommen ist nicht so einfach. Für die 17km bis zu meiner Wohnung brauche ich 1 – 1,5 Stunden mit den Bus. Eine direkte Verbindung nach Erlangen gibt es nicht (dabei liegt der Flughafen nördlich von Nürnberg, also eigentlich zwischen Nürnberg und Erlangen). Nach unserer Ankunft sollte es noch zwei Verbindungen geben. Wir hofften die erste noch zu erwischen. Warteten auf das Gepäck, als es kam war die genau Abfahrtszeit des Busses. Wir rannten trotzdem raus und sahen wie der Bus 200m links gerade abfährt. Ich lief an den Straßenrand und winkte dem Busfahrer zu. Er hielt dann für uns. Der Bus: leer. Nur ein anderer ein Busfahrer stand noch vorne rum. Er fing gleich an als wir einstiegen: “Sowas geht nicht. Einfach so halten. Wofür gibt es denn Haltestellen. Das machen wir hier normalerweise nicht. Das können Sie vielleicht in den Staaten machen. Aber nicht hier bei uns. Wir halten ja den ganzen Verkehr auf. Da kriegen wir noch ne Anzeige. Merken Sie sich das, sowas geht hier nicht. …”
Wir dachten uns: “Oh, wie schön. Wir sind wohl zurück in Deutschland.”
–
Weil’s gerade passt, noch ein Video, über das ich gerade bei Facebook stolperte:
Kategorien: Gesellschaft Umwelt
Tags: Auto deutsch Deutschland Gesellschaft Umwelt
von Daniel Hufeisen
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Autos und die Deutschen
Autos gehören zu den Dingen, von denen ich nicht viel verstehe. Für mich war und ist das Schönste am Auto fahren, die Möglichkeit, alte Tapes mit schöner Musik zu hören. Heute ist es mein größter Luxus, dass ich kein Auto benötige (ich komme vom Land, daher weiß ich, dass viele Menschen nicht auf ein Auto verzichten können).
Aber noch weniger als Autos verstehe ich den Umgang der deutschen Politik und Gesellschaft mit dem Thema Autos. Seit es diese Abwrackprämie gibt, die offiziell Umweltprämie heißt, verstehe ich nun gar nichts mehr:
- Warum fördert der Staat eine Wegwerf-Mentalität, die eine der größten Probleme unserer Gesellschaft ist?
- Warum findet man bei den Kriterien für die “Umweltprämie” keinerlei Punkte, in denen es um CO2-Emissionen geht geht?
- Warum werden so viele Milliarden an nur einen kleinen Teil der Bevölkerung verteilt (was ist mit den Leuten, die sowieso schon ein neues Auto hatten? Und mit denen die sich gar kein Auto leisten können? Und mit denen, die freiwillig auf ein Auto verzichten?)
- Warum fördert man mit einer “Umweltprämie” einen Wirtschaftszweig, der es seit Jahrzehnten nicht bereit ist, umweltbewusst zu arbeiten?
- Warum finanziert man nicht neben einem neuen Auto auch eine Bahncard100 oder ein neues Fahrrad? Ist es nicht viel besser, wenn jemand vom Auto auf Bahn oder Fahrrad umsteigt?
- Warum wird nur ein Teil der Wirtschaft gefördert (Auto-Produzenten und Verkäufer) und andere damit benachteiligt (Werkstätten, Gebrauchtwarenhändler)?
- und noch viele warums mehr …
Und:
Solange es eine gute Nachricht ist, dass in einem Quartal mehr Autos als im Vorjahr verkauft wurden, haben wir ein Problem.
Kategorien: Gesellschaft Soziales
Tags: Buch Deutschland Gesellschaft Liebe Politik Porno Sex
von Daniel Hufeisen
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Porno, Sex und keine Küsse
(Da Google einAugenblick.de meist nicht mehr bei den Suchergebnissen anzeigt, kann ich auch mal mit gutem Gewissen so nen reißerischen Titel wählen)
Stern TV interviewte Bernd Siggelkow, den Gründer der Arche in Berlin, der gerade das Buch “Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist” veröffentlicht hat. Es geht um Kinder, Teens und Jugendliche, für die Sex und Pornos vollkommen normal sind, die aber nicht wissen, wozu Küsse gut sein sollen. “Denn Küssen kommt im Porno nicht vor.”
Das Interview solltest du wirklich mal lesen. Und vielleicht auch den etwas längeren Artikel zum Thema, der aus einem Stern-Heft von 2007 stammt und auf den vorhin schon E-Mix hinwies.
Heute morgen schrieb dann Focus Campus noch über eine Kasseler Studentin, die ihr Jungfräulichkeit im Internet versteigert…
Mmmh. Meine ehrliche Frage ist nun, wie sollen und können wir als Christen und Gemeinden damit umgehen? Wie kann ein guter Umgang mit Sexualität vermittelt werden? Was ist überhaupt ein guter Umgang? Und ist das unser Auftrag, uns da einzumischen? Wenn ja, ist “wahre Liebe wartet” die richtige Antwort auf folgende Frage einer Elfjährigen: “Bernd, bin ich hässlich? Mit mir war nämlich noch nie ein Mann im Bett.”?
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Nachtrag:
Schon mal folgende Seiten angeschaut?
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Tags: Bahn Buch Deutschland Emergent Deutschland Emergent Forum emerging conversation Erlangen MacBook Musik Relevant Tagebuch Zitat
von Daniel Hufeisen
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Tagebucheintrag aus einem ICE

Sitze gerade alleine in einem kleinen ICE-Abteil, habe Musik, mein MacBook und ein eben für 7,50 Euro erstandenes Relevant Magazine.
War heute mit beim Emergent Deutschland Koordinatorentreffen, wo u.a. auch das Emergent Forum in Erlangen vorbereitet wurde (weshalb ich auch mit dabei war). Mich hat es gefreut, mit so vielen tollen Leuten etwas gemeinsam zu planen.
Nachdem ich gestern beim skypen mit meiner guten Freundin Johanna hörte, dass ihr Mann (und mein guter Freund) Chris auch heute in Kassel eine Sitzung hat und sich dann noch herausstellte, dass wir im gleichen Cafe und bis zur gleichen Uhrzeit tagen, war es klar, dass wir uns danach noch auf Döner und Getränk zusammensetzen und etwas reden…
Nach diesem guten Gespräch traf ich dann noch eine tolle Freundin aus meinen Kasseler Zeiten…
Schön (- siehe/höre mein blip von heute morgen).
Nun muss ich aber auch sagen, dass es nach einem solchen Tag voller guter und intensiver Gespräche gut tut, alleine im Zug zu sitzen und durch ein amerikanisches Magazin über “God. Life. Progressive Culture” zu blättern (seit wann/warum gibt’s das an deutschen Bahnhöfen?).
Ach, noch ein Zitat aus Relevant:
Daniel Radosh, ein säkularer jüdischer New Yorker, schreibt über die 10 verrücktesten Entdeckungen in der christlichen Subkultur (mehr in seinem Buch: “Rapture Ready!: Adventures in the Parallel Universe of Christian Pop Culture”. Nr. 2 ist der “Bibleman“, wohl eine billig gemachte Kinder-TV-Serie mit dazugehörenden Actionfiguren:
“At some point you’ve just got to decide which is most important” Schlipp (Bibleman-Chef oder so) said. “Is the production most important or is the message most important?” In other words, as long as it’s Christian, it doesn’t have to be very good. I’m glad God didn’t take this approach in Genesis. “Well, the green sky kind of clashes with the orange ocean, but as long as people get the idea …”
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(hochgeladen wird das ganze erst später, da mir leider der Zugriff auf das WLAN versagt ist)
Kategorien: Glaube Jesus Freaks Musik Theologie
Tags: Deutschland Freakstock Glaube Gott Jesus Jesus Freaks Leben Liebe Musik Theologie
von Daniel Hufeisen
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Die Charta der Jesus Freaks
Vorgestern Abend habe ich dann doch mal die komplette Charta der Jesus Freaks gelesen. Die Jesus Freaks hatten die letzten drei(?) Jahre eine echt schwierige Zeit, viele Konflikte etc., aber auch das Konzil. Durch einen langen Prozess in dem alle Freaks mitreden konnten, entstand nun als “Endprodukt” die Charta der Jesus Freaks Deutschland.
Ich muss sagen, die Charta fasziniert mich. Das Team hat es wirklich geschafft, einen Text zu schreiben, der klar Glauben, Werte und Visionen der Freaks ausdrückt und zu dem alle Freak-Gemeinden ja sagen können, ohne dass es schwammig wird. Und das ganze “nicht auf Kompromiss-, sondern auf Wunderbasis”.
Die komplette Charta kann man auf dem News-Blog runterladen.
Hier noch ein Ausschnitt, der auch fürs Freakstock dieses Jahr irgendwie programmatisch war:
Gottes Liebe als Basis von Einheit und Vielfalt
„Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott in ihm.“ 1. Joh. 4,16b
Was uns zusammenhält sind weder gleiche Lebens- und Musikstile, noch gemeinsame theologische Lehrmeinungen. Uns verbindet die erlebte Liebe unseres genialen Gottes. Er demonstriert an einem Haufen völlig unterschiedlicher Freaks, dass ER durch Ergänzung Einheit in gigantischer Vielfalt schaffen kann – nicht auf Kompromiss-, sondern auf Wunderbasis.
Wir sind überzeugt davon, dass der Jesus, der uns errettet hat, größer ist als unsere konkurrenzgeprägte Welt, in der Individualität oft gegen Gemeinschaft ausgespielt wird. Dies kann und will Jesus heilen und seinen Leib in Einheit und Vielfalt wiederherstellen. Wir fühlen uns von Gott genau in dieses Spannungsfeld zwischen sich scheinbar ausschließender Andersartigkeit und genialer Ergänzung gestellt. Wir sind dankbar, dass Jesus selber mit uns gemeinsam auf dem Weg ist, dass wir aus ihm und seiner Liebe leben und von ihm lernen dürfen.
Gefreut hat mich auch, dass der Einsatz für soziale Gerechtigkeit auch ein wichtiger Punkt der Charta ist.
Kategorien: Emerging Church Tagebuch
Tags: Deutschland Emergent Forum Emerging Church emerging conversation Erlangen Fragen Freakstock Tagebuch
von Daniel Hufeisen
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Ich bin in Erlangen – kommt auch!
Ich bin in Erlangen und blogge bisher nicht. Sowas. Könnte daran liegen, dass meine Wohnung immer noch nicht fertig eingerichtet bzw. eingeräumt ist. Und ich auch ansonsten genug zu tun hatte. Dafür bloggt Peter, mit dem ich jetzt bei ELIA zusammenarbeite, ja häufiger…
Egal. Da Erlangen eine schöne Stadt ist, lade ich euch auf jeden Fall ein, mal vorbeizuschauen, bzw. euch zu melden, wenn ihr hier seid.
Und ich lade natürlich auch zum diesjährigen Emergent Forum ein, dass wieder in Erlangen stattfindet, in den Räumen, in denen sich auch meine neue Gemeinde trifft. Es lohnt sicherlich wieder sehr, zum Forum zu kommen, faszinierende Menschen zu treffen und gemeinsam zu fragen und zu träumen.

Ach so, die nächste Woche werde ich auch nicht so viel bloggen, da ich aufs Freakstock fahren werde. Kommt ihr auch?
Kategorien: Emerging Church Theologie
Tags: Brian McLaren Deutschland emerging conversation Erlangen Fragen Glaube Ichthys Leben Marburg Moderne Theologie
von Daniel Hufeisen
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Ich in Ichthys

Heute fischte ich die aktuelle Ausgabe vom Ichthys (die theologische Fachzeitschrift des “Arbeitskreis geistliche Orientierungshilfe”) aus meinem Postfach. Ich durfte zu dieser Ausgabe einen kleinen Artikel mit der Überschrift Die “emerging conversation” in Deutschland beisteuern. Dort berichte ich vor allem vom Studientag 2007 mit Brian McLaren und Jason Clark in Marburg. Nach dem Bericht schreibe ich noch kurz über vier Punkte, die mir an der emerging conversation wichtig erscheinen: “Weg vom modernen Glauben” (Wo ist unsere Theologie zu sehr von der Moderne geprägt?), “Vielfalt und Einhalt” (Wir brauchen die Vielfalt, gehören aber zusammen), “Der schmale Pfad” (Wie finden wir eine Weg zwischen Ghetto und Auflösung in der Kultur?) und “Offene Fragen – eine Einladung” (Lasst uns gemeinsam Fragen stellen und Antworten suchen).
Ich hoffe, dass die Einladung, sich an der emerging conversation zu beteiligen, gehört wird und immer mehr Christen in Deutschland darüber nachdenken, wie wir unseren Glauben heute denken und leben können.
An die Ichthys-Leser:
Willkommen in der emerging conversation!
Kategorien: Emerging Church Gemeinde Marburg Tabor Theologie
Tags: Deutschland Emerging Church Evangelikale Gesellschaft Heinzpeter Hempelmann Jesus Leben Liebe Marburg Moderne Nietzsche Postmoderne
von Daniel Hufeisen
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Nach zwei Studientagen
Die letzten zwei Donnerstage waren von zwei wirklich guten Studientagen in Marburg geprägt.
Letzte Woche referierte Heinzpeter Hempelmann über die Postmoderne, Nietzsche, Jesus und der Liebe als einzige Möglichkeit. Das war der Vortrag, mit dem er in gekürzter Form schon damals in Greifswald begeistern konnte.
Heute (für mich leider nur Nachmittag) konnte ich Johannes Reimer zum Thema Gesellschaftstransformation hören. Äußerst faszinierend, was er so alles erzählt.
Zu beiden Tagen gäbe es inhaltlich sehr viel lesenswertes zu schreiben …
Ich freue mich auf jeden Fall von zwei (im evangelikalen Bereich) anerkannten Theologen soviel zu hören, dass so ziemlich dem entspricht, was wir mit “Emerging Church” bezeichnen – ohne dass sie dies direkt benennen. Für zukünftige Veranstaltungen von Emergent Deutschland könnte ich mir die beiden (und noch andere) sehr gut als Referenten vorstellen. In vielen Punkten sind sie unserer deutschen Lebenswirklichkeit auch näher als eingeflogene Gäste.
Kategorien: Gemeinde Gesellschaft
Tags: Deutschland Evangelikale Gesellschaft
von Daniel Hufeisen
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Ein Brief und die bürgerliche Mitte
Vor zwei Tagen bekam ich mal wieder einen netten Brief:
Sehr geehrter Herr Hufeisen,
wenn man die derzeitige Situation in Deutschland betrachtet, gewinnt man den Eindruck, dass der bewährte christliche Wertrahmen zerbricht. Außerdem werden mit großer Selbstverständlichkeit politische Konstellationen diskutiert, die noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen wären.
Am gleichen Tag sprachen wir in einem Seminar über Gemeindegründung darüber, dass die (evangelikalen) Gemeinden in Deutschland fast nur Menschen aus der bürgerlichen Mitte erreichen (worüber u.a. Tobias Faix in ZeitGeist schreibt). – Was mich absolut nicht wundert, wenn Briefe von frommen Werken wie der oben zitierte beginnen …
Technorati Tags: Evangelikale, Gemeinde, Gesellschaft
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Tags: Deutschland freeware Gesellschaft Jesus Liebe Links mac tools Politik Video
von Daniel Hufeisen
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Links für den Augenblick – 014
Ein paar (teilweise schon ältere) Links für den Augenblick:
Dockdrop – Noch nie war Dateien mit dem Mac hochladen einfacher – die beste neue Freeware seit langer Zeit
SpOn: Schwarz-Grün – das neue Bürgertum? – so habe ich die Grünen bisher noch nicht gesehen
Video: Die Frau am Brunnen – solch gute, kreative “biblische” Videos sind selten (via Peter)
Der Einfluss der Kultur auf unsere Wahrnehmung (via Simon)
Ballgefühl hoch 10 (via Fabse)
Weihnachten (via Simon)
ASCII ART – sehr cool (via De:Bug Blog)





