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von Daniel Hufeisen
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Nach zwei Studientagen
Die letzten zwei Donnerstage waren von zwei wirklich guten Studientagen in Marburg geprägt.
Letzte Woche referierte Heinzpeter Hempelmann über die Postmoderne, Nietzsche, Jesus und der Liebe als einzige Möglichkeit. Das war der Vortrag, mit dem er in gekürzter Form schon damals in Greifswald begeistern konnte.
Heute (für mich leider nur Nachmittag) konnte ich Johannes Reimer zum Thema Gesellschaftstransformation hören. Äußerst faszinierend, was er so alles erzählt.
Zu beiden Tagen gäbe es inhaltlich sehr viel lesenswertes zu schreiben …
Ich freue mich auf jeden Fall von zwei (im evangelikalen Bereich) anerkannten Theologen soviel zu hören, dass so ziemlich dem entspricht, was wir mit “Emerging Church” bezeichnen – ohne dass sie dies direkt benennen. Für zukünftige Veranstaltungen von Emergent Deutschland könnte ich mir die beiden (und noch andere) sehr gut als Referenten vorstellen. In vielen Punkten sind sie unserer deutschen Lebenswirklichkeit auch näher als eingeflogene Gäste.
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von Daniel Hufeisen
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Tabor Studientag und Emergent Forum
Zwei Termine zum Vormerken:
Studientag mit Heinzpeter Hempelmann
Es findet wieder ein spannender Studientag in Tabor statt. Am 03.04. oder 05.06.2008 (jeweils das gleiche Programm) spricht Heinzpeter Hempelmann unter der Überschrift “Ich will Menschen für Jesus gewinnen” zu folgenden Themen:
(I): „Liebe als einzige, als letzte Lebens-Möglichkeit“ (F. Nietzsche)
Jesus Christus als Evangelium für die Postmoderne
(II): „Was sind denn diese Kirchen noch …?” (F. Nietzsche)
Kirche- und Christ-Sein in der Postmoderne: Konsequenzen für die Gestalt unserer Gemeinden.
Weitere Infos auf der Tabor-Seite.
Emergent Forum
Auch das Emergent Forum findet dieses Jahr wieder statt. Bisher steht nur der Termin fest: 28. bis 30.11.2008. Das Forum sollte man wirklich nicht verpassen…
Weitere Infos auf dem Emergent Deutschland Blog.
–
Nachtrag (2008-03-05):
Studientag Gesellschaftstransformation
“Am Donnerstag, den 10. April 2008 findet der 1. Marburger Studientag zum Thema Gesellschaftstransformation statt. Mit dabei sein werden: Prof. Dr. Johannes Reimer, Dr. Andreas Kusch, Dr. Tobias Faix, Tobias Künkler etc.”
Weitere Infos (pdf)
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von Daniel Hufeisen
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Nietzsche – Atheismus als Wagnis
Vor 125 Jahren ließ Nietzsche den “tollen Menschen” ausrufen:
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?
Letzte Nacht sprach ich zu später Stunde mit einem Philosophie-Stunden auf einer WG-Party über Nietzsche, Gott, Glauben, Nicht-Glauben etc.
Bei Welt Online kann man einen sehr guten Artikel über Nietzsche und “wahren” und “Pseudo”-Atheismus lesen. Ich zitiere daraus die gleichen Sätze, die auch fono zitiert hat (der leider aufgehört hat zu bloggen):
Atheist [...] darf eigentlich nur der sein, der die ungeheuren Folgen des Gottesmordes zu tragen in der Lage ist. So, wie Christen das ungeheure Wagnis eingehen, sich selbst und ihr Leben einem Gott anzuvertrauen, den man nicht sehen kann, so müssen Atheisten nach Nietzsche das Wagnis eingehen, sich in das reine Nichts fallen zu lassen, dorthin, wo nichts mehr hält und trägt.
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von Daniel Hufeisen
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Augenblicke der Wahrheit: Der Name der Rose
Der Name der Rose von Umberto Eco ist ein faszinierendes Buch. So faszinierend, dass ich nach einem Zitat für den Augenblick aus diesem Buch nun sogar meine eigentlich abgeschlossene Reihe Augenblicke der Wahrheit mit einem weiteren Zitat fortführe.
Wahrheit. Was ist Wahrheit?
Ein paar Gedanken dazu:
Ein Gespräch zwischen dem Fransikanerpater William von Baskerville und seinem Schüler Adson:
“Demnach habt Ihr nicht eine einzige Antwort auf alle Fragen?”
“Lieber Adson, wenn ich eine hätte, würde ich in Paris Theologie lehren.”
“Und in Paris haben sie immer die richtige Antwort?”
“Nie”, sagte er fröhlich, “aber sie glauben sehr fest an ihre Irrtümer.”
“Und Ihr”, bohrte ich weiter mit kindischer Impertinenz, “Ihr begeht nie Irrtümer?”
“Oft”, strahlte er mich an, “aber statt immer nur ein und denselben zu konzipieren, stelle ich mir lieber viele vor und werde so der Sklave von keinem.”
Ich hatte allmählich den Eindruck, daß William überhaupt nicht ernsthaft an der Wahrheit interessiert war, die bekanntlich nichts anderes ist als die Adaequatio zwischen den Dingen und dem Intellekt. Statt dessen amüsierte er sich damit, so viele Wahrheiten wie möglich zu ersinnen!“
Ein postmoderner Denker im ”vormodernen“ Mittelalter?
Oh ja, ich lese gerade bei Wikipedia, dass Ecos Romane als ”die postmodernen Romane schlechthin“ bezeichnet werden…
Weitere Augenblicke der Wahrheit:
- Katholische Kirche
- Jesus und Pilatus
- Griechisches Denken
- Hebräisches Denken
- Mittelalter
- Anselm Grün
- Friedrich Nietzsche
- Kester Brewin
- Jesus Christus
- weiteres
- Wahrheit als Brausetablette
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von Daniel Hufeisen
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Nietzsche über Jesus. oder: die Erfüllung einer Prophezeiung
Heute beschäftigten wir uns in einem Seminar mit Friedrich Nietzsche (ich habe diesen Text gestern, also am Donnerstag, geschrieben). Nachdem wir einen Text aus “Der Antichrist” gelesen hatten und ich mich dazu fasziniert geäußert hatte, machte Sammy eine Prophezeiung: “Morgen wird etwas über/aus diesem Text auf Daniels Blog stehen. Er wird schreiben, dass der Text faszinierend ist.”
Ich sage mal: Diese Prophezeiung ist hiermit erfüllt (ist das jetzt der unwiderlegbare Beweis einer prophetischen Gabe und damit auch ein Gottesbeweis?).
Also, wir lasen den faszinierenden 32. Aphorismus aus “Der Antichrist”, darin schriebt Nietzsche über Jesus Christus.
Vor allem folgende Sätze finde ich sehr stark:
Ein solcher Glaube zürnt nicht, tadelt nicht, wehrt sich nicht: er bringt nicht “das Schwert”, – er ahnt gar nicht, in wiefern er einmal trennen könnte. Er beweist sich nicht, weder durch Wunder, noch durch Lohn und Verheissung, noch gar “durch die Schrift”: er selbst ist jeden Augenblick sein Wunder, sein Lohn, sein Beweis, sein “Reich Gottes”. Dieser Glaube formulirt sich auch nicht – er lebt, er wehrt sich gegen Formeln. Freilich bestimmt der Zufall der Umgebung, der Sprache, der Vorbildung einen gewissen Kreis von Begriffen: das erste Christenthum handhabt nur jüdischsemitische Begriffe…
Auch der Rest fasziniert und regt spannende Gedanken an (lest hier weiter). Ich glaube es ist gut, sich von Nietzsches Gedanken hinterfragen zu lassen…
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von Daniel Hufeisen
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Augenblicke der Wahrheit – weiteres
Ein paar Gedanken dazu:
Dies sind erstmal die letzten Augenblicke der Wahrheit. Ich weiß, Wahrheit ist ein Thema ohne Ende…
Also, noch ein paar Links und Zitate:
Die Wikipedia schreibt auch viel über Wahrheit. Dort bekommt man auch eine kurze Einführung in verschiedene Wahrheitstheorien, mit denen ich mich hier ja nicht weiter beschäftigt habe.
Hier noch ein kurzes Zitat daraus:
Während sowohl Wissenschaften als auch Religionen beanspruchen, Wahrheit zu formulieren, wird in der Philosophie der Gegenwart auch die Frage aufgeworfen, ob dies überhaupt möglich ist.
Bei Wikiquote findet man viele Zitate zum Thema Wahrheit. Hier ein Beispiel von Ludwig Feuerbach:
Wo keine Liebe ist, ist auch keine Wahrheit.
Auch auf vielen Blogs wird immer wieder über Wahrheit geschrieben und diskutiert. Die letzten Tage zum Beispiel auf Joshas Blog. Hier ein Zitat aus einem Kommentar von Bernhard:
Und ich werd mich als Theologe und als Christ niemals aus dem Fenster lehnen und sagen: “Ich HABE die Wahrheit“, sondern ich werde folgendes tun. Ich werde auf Den hinweisen, der von sich sagt, dass Er ist Wahrheit IST. Mehr ist mir nicht möglich, mehr ist nicht nötig und weniger ist Selbsttäuschung.
Ansonsten Google fragen. Die verraten mir auch, dass in Kassel und Gießen am meisten nach Wahrheit gesucht wird.
Bisherige Augenblicke der Wahrheit:
- Katholische Kirche
- Jesus und Pilatus
- Griechisches Denken
- Hebräisches Denken
- Mittelalter
- Anselm Grün
- Friedrich Nietzsche
- Kester Brewin
- Jesus Christus
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von Daniel Hufeisen
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Augenblicke der Wahrheit – Jesus Christus
Ein paar Gedanken dazu:
Jesus Christus sagt in Johannes 14,6:
Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.
Und in Johannes 8,31-32:
Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Bisherige Augenblicke der Wahrheit:
- Katholische Kirche
- Jesus und Pilatus
- Griechisches Denken
- Hebräisches Denken
- Mittelalter
- Anselm Grün
- Friedrich Nietzsche
- Kester Brewin
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von Daniel Hufeisen
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Augenblicke der Wahrheit – Kester Brewin
Ein paar Gedanken dazu:
Kester Brewin, Autor von “der Jesus-Faktor” (schöner auf Englisch: Complex Christ) auf seinem Blog über Wahrheit:
While I believe absolute truth exists, I don’t believe that any one person or group of people have full access to that truth.
Lest alle seine drei Posts darüber…
Bisherige Augenblicke der Wahrheit:
- Katholische Kirche
- Jesus und Pilatus
- Griechisches Denken
- Hebräisches Denken
- Mittelalter
- Anselm Grün
- Friedrich Nietzsche
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von Daniel Hufeisen
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Augenblicke der Wahrheit – Friedrich Nietzsche
Ein paar Gedanken dazu:
Friedrich Nietzsche über die Frage “Was ist Wahrheit?” des Pilatus im Gespräch mit Jesus:
Der vornehme Hohn eines Römers, vor dem ein unverschämter Missbrauch mit dem Wort “Wahrheit” getrieben wird, hat das neue Testament mit dem einzigen Wort bereichert, das Wert hat,—das seine Kritik, seine Vernichtung selbst ist: “was ist Wahrheit!”
Und noch ein Nietzsche-Zitat:
Überzeugungen sind schlimmere Feinde der Wahrheit als Lügen.
Bisherige Augenblicke der Wahrheit:
- Katholische Kirche
- Jesus und Pilatus
- Griechisches Denken
- Hebräisches Denken
- Mittelalter
- Anselm Grün
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