Fastenzeit 2016: Großes Herz!

2016-Fastenzeit

Es ist mal wieder Fastenzeit. Es gab Zeiten, da habe ich jedes Jahr dazu etwas geschrieben. Die sind schon lange vorbei …

Dieses Jahr hat mich die Fastenaktion der Evangelischen Kirche dazu inspiriert, mal wieder zu bloggen. Das Motto ist 2016: »Großes Herz! 7 Wochen ohne Enge«.

Dazu treffen wir uns jeden Montag bei FreiRaum zu »FastenZeit – Impulse und Erfahrungsaustausch zur Fastenzeit«.

Und ich werde hier immer wieder Bilder, Texte und Videos veröffentlichen, die für mich ein Leben ohne Enge, bzw. Großherzigkeit ausdrücken. Morgen geht’s los!


Alle Beiträge aus der Reihe »Fastenzeit 2016: Großes Herz!«:

Fastenzeit 2011

Morgen startet sie: Die Passions-, bzw. Fastenzeit. Und ich kann mich nicht entscheiden, worauf ich verzichten und was ich machen soll. Es gibt einfach zu viele gute Möglichkeiten:

Was werde ich tun? Alles? Gar nichts? Dieses Jahr aufs Verzichten verzichten? Ich weiß es noch nicht. Ich muss mich ja erst morgen früh entscheiden …

Was macht ihr?

Passions- und Osterzeit

Heute beginnt die Passionszeit, die Zeit in der wir uns an den Leidensweg Jesu erinnern. Diese Zeit ist traditionell auch die wichtigste Fastenzeit im Kirchenjahr. Die letzten Jahre wird diese Zeit auch von immer mehr evangelischen Christen bewusst als Fastenzeit gelebt. Auch ich habe die letzen Jahre jeweils auf etwas verzichtet und darüber auch meistens etwas hier geschrieben. So zitierte ich z.B. schon zweimal einen Text von Anselm Grün aus dem Buch Fasten. Da das letzte Mal schon drei Jahre her ist, zitiere ich nun den Abschnitt einfach noch einmal:

Fasten ist nicht Selbstzweck. Bei der Wiederentdeckung dieser lange verschütteten Praxis hat man es manchmal zu absolut gesetzt. Fasten ist ein bewährtes Mittel geistlicher Askese, das uns zusammen mit Gebet und Almosen in die richtige Haltung Gott und den Menschen gegenüber bringen kann. Entscheidend für das richtige Verständnis des Fastens ist es, dass es nicht isoliert gesehen wird, sondern in Verbindung vor allem mit dem Gebet. Fasten ist Beten mit Leib und Seele. Fasten zeigt, dass unsere Frömmigkeit leibhaft werden, dass sie Fleisch annehmen muss, so wie das Wort Gottes in Jesus Christus Fleisch an genommen hat.

Aber ich möchte heute am Aschermittwoch nicht nur über die Fastenzeit schreiben, sondern auch über die Osterzeit. Der englische Bischof N.T. Wright (von dem es endlich auch ein Buch auf deutsch gibt) schreibt in dem absolut lesenswerten Surprised by Hope darüber, wie wir Ostern und damit die Auferstehung feiern. Er schreibt:

Ich kann es nicht nachvollziehen und finde es nicht gerechtfertigt, dass wir 40 Tage die Fastenzeit halten sollen, dabei über die Bedeutung grübeln, über Selbstverleugnung predigen, zumindest etwas bedrückt sind und dann bringen wir es mit der Karwoche zu einem Höhepunkt, die wiederum ihren Höhepunkt an Gründonnerstag und Karfreitag hat . . . und dann, nach einem recht gewöhnlichen Karsamstag, haben wir einen einzigen Tag, an dem wir feiern.

Er schlägt vor die ganze Osterwoche zu feiern:

Es sollte ein achttägiges Fest sein – mit Champagner, der nach den Morgengebeten serviert wird oder sogar davor, mit vielen Hallelujas und besondern Liedern und spektakulären Hymnen. Ist es verwunderlich, dass es den Leuten schwer fällt, an die Auferstehung Jesu zu glauben, wenn wir unser Hüte nicht in die Luft werfen?

(N.T. Wright, Surprised by Hope, S. 256, frei übersetzt von mir)

Wright fordert dazu auf „unseren grössten Tag“ auf neue kreative Art und Weise zu feiern: Mit Musik, Kunst, Spielen, Literatur, Tanz etc. Außerdem schlägt er vor, auch die 40 Tage nach Ostern (bis Himmelfahrt) bewusst zu leben, indem wir neue Dinge für die Zeit tun:

Eine neue Aufgabe oder ein neues Projekt, etwas ganzheitliches und fruchtbares und aufgeschlossenes und sich-selbst-gebendes. … Vielleicht weckt es dich in einer ganz neuen Art und Weise auf. Und das ist es, worum es an Ostern geht.

(N.T. Wright, Surprised by Hope, S. 257, frei übersetzt von mir)

Myanmar mal wieder

Die letzte Zeit habe ich mich mal wieder mit Birma/Burma/Myanmar auseinandergesetzt, da ich einen kleinen Artikel für die dran geschrieben habe.

Jetzt möchte ich nur kurze auf BurmaNet News hinweisen, dort werden englischsprachige Nachrichten über Myanmar gesammelt.

Und auf die Verhaftung des beliebtesten Komikers Myanmars: Zargarnar. Was hat er gemacht? Selber ein Hilfsnetzwerk für die Zyklon-Opfer gestartet und die fehlende Hilfe kritisiert. Mehr über die Hintergründe bei Birma news united (auf deutsch!), in dem Artikel vor allem unter „IV“.

Man kann also weiter für dieses Land bloggen, fasten und beten!

40 Days Living the Jesus Creed

Scot McKnight, Autor des „Jesus CreedBuchs und Blogs hat zu dem Buch nun auch ein 40-Tage-Andachtsbuch („40 Days Living the Jesus Creed“) geschrieben. Davon hat er auf seinem Blog einmal 100 Exemplare verschenkt. Ich gehörte zu den Glücklichen und bekam so dieses Buch geschickt (noch nicht einmal Porto musste ich zahlen) – Vielen Dank!

40 Days Living the Jesus Creed

Das passt natürlich sehr gut zu dem was ich unter höre, täglich und Fastenzeit 2008: 40 Day Challenge beschrieben habe. Ich schaffe es zwar ehrlich gesagt nicht jeden Tag, das „Jesus Creed“ zu sagen, auch in dem Andachtsbuch lese ich nicht jeden Tag, trotzdem wurde mir dadurch das „höchste Gebot“ in den letzten Wochen immer wichtiger.

Im Buch „40 Days Living the Jesus Creed“ führt Scot McKnight jeden Tag kurz aus, was es bedeutet, nach dem höchsten Gebot zu leben. Für mich waren da schon einige sehr gute Impulse bei, die mich zum Beten und Umsetzen trieben. Ich erkenne aber auch immer wieder, dass ich da noch viel lernen kann und dass es wirklich die entscheidende und nicht immer leichte Herausforderung für Christen ist, Gott und seine Mitmenschen zu lieben.

Fastenzeit 2008: 40 Day Challenge

In der Fastenzeit 2008 werde ich, das machen, was ich sowieso seit ein paar Tagen mache:
Täglich das höchste Gebot lesen. – Vor ein paar Tagen schrieb ich darüber: höre, täglich.
Als ich mir vornahm, das höchste Gebot jeden Tag zu zitieren, war mir gar nicht bewusst, dass das der Namensgeber für Scot McKnight Blog (“Jesus Creed”) ist.
Nun hat Scot McKnight daraus nun eine 40 Day Challenge gemacht:

I am asking you to begin and end each day of Lent (beginning Wednesday) by reciting the Jesus Creed. And, whenever it comes to mind throughout the day, I am asking you to recite it again. In your evening recitation of the Jesus Creed, we are asking you to give some moments of recollection to confess any sins against the Jesus Creed throughout the day.

Ich werde also jeden Morgen und Abend folgende Verse zitieren:

Höre, täglich:
Der Herr, unser Gott, ist der alleinige Herr.
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit deinem ganzen Verstand und mit aller deiner Kraft!
Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!

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