dass man Geld nicht essen kann

Es gibt doch diesen (angeblichen von Indianern stammenden) Spruch der Umweltaktivisten:

Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr herausfinden, daß man Geld nicht essen kann.

Diese Aussage ist eigentlich eine biblische. Denn in Hesekiel 7,19 heißt es:

Sie werden ihr Silber hinaus auf die Gassen werfen und ihr Gold wie Unrat achten; denn ihr Silber und Gold kann sie nicht erretten am Tage des Zorns des HERRN. Sie werden sich damit nicht sättigen und ihren Bauch damit nicht füllen; denn es wurde zum Anlaß ihrer Missetat.

Vielleicht war euch das allen schon bewusst, aber ich musste eben daran denken, als ich den Vers las…

Technorati Tags: , , ,

9 Gedanken zu „dass man Geld nicht essen kann“

  1. Wahrscheinlich ist aber beides richtig, denn wer sagt uns denn, daß nicht die Religion der Indianer und unser Christentum sich in einigen Dingen verblüffend ähneln, genauso wie es auch erstaunliche, wenn auch nur vereinzelte gemeinsamkeiten mit dem Islam gibt.
    Ist es vielleicht möglich, daß die verschiedenen Kulturen an ursprünglich den gleichen Gott glauben und nur die überlieferungen voneinander abweichen ?????
    Zumindest ist es wert, daran den ein oder anderen Gedanken zu ergreifen

    Gruß von einem Indianer

  2. Hallo Hufi,

    ich hatte gerade eben versucht, etwas mehr über die Hintergünde der Prophezeihung „Erst wenn der letzte Baum gefällt, …“ herauszufinden, und bin dabei auf deiner Seite gelandet.

    Mir war schon bekannt, dass sie einer Prophezeihung der kanadischen Cree Indianer zugeschrieben wird, aber die Ursprünge scheinen in mehreren ähnlichen Prohezeihungen verschiedener Stämme begründet zu sein. Wie auch immer: Es steckt DIE Wahrheit darin, die angesichts der drohenden Klimakatastrophe das Schicksal der Menschheit bedeuten könnte. Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnen sich selbst gelegentlich als Rainbow Warriors (Regenbogenkrieger). Zwei iher Schiffe tragen diesen Namen. Er geht auf eine indianische Prophezeihung zurück: Wenn die Erde verwüstet wurde und die Tiere sterben, wird ein neuer Stamm auf die Welt kommen, der aus Menschen vieler Farben, Klassen und Glaubensrichtungen bestehen wird. Sie werden durch ihre Taten die Erde wieder grün machen und Krieger des Regenbogens (Warriors of the Rainbow) genannt werden.

    Du schreibst, die Aussage der Prohezeihung, die den Cree zugeschrieben wird, sei eine biblische. Ich würde sagen, die Aussage beruht ganz einfach auf einer uralten menschlichen Erkenntnis. daher wirst du Texte mit der gleichen Aussage vermutlich in den verschiedensten Kulturen und Religionen wiederfinden. Und deshalb finde ich es auch nicht verwunderlich, wenn Hesekiel in der Überlieferung der Bibel mit anderen Worten schon das gleiche ausgedrückt hat.

    Werner: du schreibst „…, genauso wie es auch erstaunliche, wenn auch nur vereinzelte gemeinsamkeiten mit dem Islam gibt.“

    Auch das ist eigentlich nichts besonders verwunderliches. Die drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam haben schließlich die gleichen Wurzeln. Alles, was in unserer Bibel bis zur Geburt von Jesus erzählt wird, ist ja noch nichts, was etwas mit dem Christentum zu tun hat. Jesus ist als Jude unter Juden geboren. Erst der Inhalt des Neuen Testaments, in welchen über Leben, Wirken, Tod und Auferstehung von Jesus berichtet wird, ist wirklich „christlichen“ Ursprungs. Mohammed hat noch später gelebt. Ich weiß nicht sehr viel über sein Leben, und ich kenne den Koren nur vom „Hörensagen“. Aber so weit mir bekannt ist, glaubte auch Mohammed an den einen Gott. Die Muslime sagen Allah, wir sagen Gott, und meinen beide das gleiche. Und es ist immer noch der gleiche Gott an den auch die Juden glauben. Die Muslime kritisieren an uns Christen, wir würden nicht an den einen Gott, sondern an drei Götter glauben (Vater, Sohn und Heiliger Geist), und nennen uns deshalb ungläubig.

    Ich muss zugeben: Auch ich habe Probleme mit der Vorstellung von einer „Dreieinigkeit“. Das Jesus Gottes Sohn ist, nehme ich als überliefert und gegeben hin, sehe ihn aber eigentlich als einen Menschen, der es geschafft hat, die Welt seiner Nachfahren zum Besseren zu verändern. Die Werte, die er der Menschheit vermittelt hat, sind mir wichtig. Deshalb bezeichne ich mich als Christ. Den heiligen Geist interpretiere ich als die Spiritualität, welche die Menschen, in ihrem Glauben an Gott in der Gemeinschaft, der Kirche, vereint. Wenn ich aber sage, ich glaube an Gott, dann ist das zuerst einmal meine ganz persönlicher Glaube, in den ich mir von keiner Organisation hineinreden lasse, und ich wehre mich dagegen, wenn eine Organisation mich aufgrund meines Glaubens an Gott für sich vereinnahmen will.

    Viele Christen werfen heute dem Islam vor, er trage den Terror in die Welt. Ich denke, die „Islamisten“ handeln unter dem Deckmantel der Religion, haben in Wirklichkeit jedoch ganz andere Ziele. Im Grunde genommen ist das heute nichts anderes, als die Kreuzzüge der Christlichen Ritterhorden im Mittelalter. Ein besonders dunkles Kapitel war die Inquisition der katholischen Kirche, der unzählige unschuldige Menschen, darunter sehr viele Frauen, auf den Scheiterhaufen zum Opfer gefallen sind. In Südamerika sind später ganze Kulturen im Namen des Kreuzes vernichtet worden. Die nach Nordamerika ausgewanderten europäischen, „zivilisierten“ Christen wüteten bis in die jüngere Vergangenheit unter den „Wilden“, den Völkern der nordamerikanischen Ureinwohner!

    Damit schließt sich der Kreis. Erst im Laufe des letzten Jahrhunderts konten die Indianer Nordamerikas beginnen, sich auf ihre Wurzeln und ihre Religion zurückbesinnen. Vieles ist in den Jahrhunderten nach der Landung von Columbus zerstört worden und verlorengegangen. Aber es ist immer noch genug geblieben, das für uns „zivilisierten Weißen“ ein Vorbild sein sollte.

    Eines noch zum Schluss: Der Glaube vereint, aber er schafft auch tiefe Gräben zwischen den Religionen, und innerhalb der einzelnen Religionen gibt es „unüberbrückbare“ Gräben zwischen den einzelnen „Strömungen“ (Katholische-/Evangelische Kirche, Suniten/Schiiten etc.). Dabei wird von allen eines übersehen: Glauben heißt, sich ein Bild von etwas zu machen, dass sich wissenschaftlich, mathematisch oder logisch nicht beweisen lässt. Also kann auch keiner für sich beanspruchen, er habe DEN ALLEINGÜLTIGEN GLAUBEN für sich gepachtet. Diese Erkenntnis, und eine gehörige Portion Tolleranz, könnten viele Probleme zwischen den Mensch von Heute auf Morgen aus der Welt schaffen.

    Gruß,
    juwi

  3. @juwi:
    Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar zu meinem kurzen Eintrag. Ich denke, du hast Recht, dass es ähnliche Aussagen in verschiedenen Kulturen/Religionen geben könnte. War trotzdem erstaunt, den Vers zu „entdecken“.

    Ich wünsche dir, dass du diesen (dreieinigen) Gott immer besser kennen lernen kannst und er dir immer wieder begegnet.

  4. hollo,habe gleichfalls auf der suche nach der indianischen prophezeihung diese seite gefunden
    für mich sieht es ganz so aus ,als ob wir uns dem vorhergesagten im moment bedenklich annähern
    liebe grüsse analle denkenden

    Queni Wayma

  5. Dazu fällt mir noch dieser ein:

    Erst wenn die letzte Fabrik geschlossen, wenn das letzte Patent verfallen und der letzte Leistungsträger das Land verlassen hat, werdet ihr feststellen, das ihr Krötentunnel nicht essen könnt.

    Auch nicht so ganz falsch.

  6. hallo allerseits,
    in anbetracht des derzeitigen shareholder value wahnsinns hat diese „weissagung“ noch mehr gewicht bekommen. die derzeitige geldgier, die zur abholzung, überfischung und wer-weiß-was-noch-allem allergrobsten unfugs führt steuert geradewegs ins abseits. Umweltfrevel allenthalben: es werden beste ackerflächen zugebaut – melaminmilch aus china tut’s ja auch. zur garnelenzucht (wer braucht’s?) wird für die einheimischen der zugang zu altgedienten gewässern gesperrt, die menschen hungern. Güter aller art werden permament rund um den globus geschafft, nur um ja ein paar cent pro stück zu sparen – transportkosten sind VIEL zu niedrig, umweltkosten werden nie eingerechnet. wohin atomstrom führen kann hat tschernobyl verdeutlicht – und tschernobyl ist überall, menschen machen fehler! die osterinseln waren ‚mal bewaldet, griechenland … die liste ist lang.
    von intelligenz kann man doch eigentlich nicht reden, oder? ganz schön eigebildeter haufen.
    gruß und gottes segen,
    renate grünke

  7. … die wege durch’s internet sind unergründlich 🙂
    so lande auch ich hier heute abend und danke HUFI für den freundlichen empfang !

    ein paar worte, geäußert von meiner ‚vorschreiberin‘ Renate im april … die mich wiederum inspirieren zu kommentieren.

    >>von intelligenz kann man doch eigentlich nicht reden, oder? ganz schön eigebildeter haufen.<<

    solange mensch sich nicht selbst erkennt, d.h. das vermögen entwickelt: seinen geist durch seine seele mit hilfe seines körpers in Einklang zu bringen, werden wir weiter im materiellen unsere sättigung suchen.

    liebe grüße

  8. Tja, das ist ein sehr cooles Zitat und offen für viele weitere Interpretationen – ganz voran, was eigentlich der Sinn des Lebens ist! Mit Sicherheit findet jeder irgendwann raus, dass Geld verdienen nicht das Wichtigste auf der Welt ist sondern eher, etwas „Nachhaltiges“ mit Nutzen für andere Menschen zu schaffen. So zumindest meine Meinung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.