Zitat für den Augenblick – 043

Heiner Geißler, der morgen 80 Jahre alt wird und seit ein paar Jahren als CDU-Urgestein und -Querdenker auch attac-Mitglied ist, sagte heute bei einem Geburtstagsempfang in der CDU-Parteizentrale:

Wo alle dasselbe denken, da wird nicht viel gedacht.

Quelle: focus.de

Herzlichen Glückwunsch an Heiner Geißler zum achtzigsten und an attac zum zehnten Geburtstag!

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KD-Projekt oder Zeit haben

Alex Kupsch steckt gerade in einem fast wahnwitzigen Selbstversuch: Dem KD-Projekt. In einem Jahr möchte er die komplette Kirchliche Dogmatik von Karl Barth lesen. Also 9000 Seiten voller anspruchsvoller Theologie.

Vorhin hat Alex einige sehr gute Sätze aus einer Fußnote der KD auf dem KD-Projekt-Blog zitiert:

Wir mögen dabei [dass Gott Zeit für uns hat] wohl daran denken, daß Zeit haben für einander (…) in Wirklichkeit den Inbegriff aller Wohltaten bezeichnet, die ein Mensch dem andern erweisen kann. Wenn ich jemandem meine Zeit wirklich schenke, dann schenke ich ihm eben damit das Eigentlichste und Letzte, was ich überhaupt zu verschenken habe, nämlich mich selber. Schenke ich ihm meine Zeit nicht, so bleibe ich ihm gewiß alles schuldig und wenn ich ihm im übrigen noch so viel schenkte. (KD I/2, 60)

Man kann festhalten: Alex hat Zeit. Zeit für Karl.

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Zitat für den Augenblick – 042

Gerade mal wieder zu Gast auf dem Berg Tabor, las ich gestern folgende Zeilen aus dem Evangelium nach Pilatus von Eric-Emmanuel Schmitt:

Ich kann nicht ständig auf der Höhe des Berges Tabor leben. Und dann, was habe ich gesehen? Nichts. Was habe ich verstanden? Nichts.

Eric-Emmanuel Schmitt – Das Evangelium nach Pilatus, Seite 245

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Tagebucheintrag aus einem ICE

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Sitze gerade alleine in einem kleinen ICE-Abteil, habe Musik, mein MacBook und ein eben für 7,50 Euro erstandenes Relevant Magazine.

War heute mit beim Emergent Deutschland Koordinatorentreffen, wo u.a. auch das Emergent Forum in Erlangen vorbereitet wurde (weshalb ich auch mit dabei war). Mich hat es gefreut, mit so vielen tollen Leuten etwas gemeinsam zu planen.

Nachdem ich gestern beim skypen mit meiner guten Freundin Johanna hörte, dass ihr Mann (und mein guter Freund) Chris auch heute in Kassel eine Sitzung hat und sich dann noch herausstellte, dass wir im gleichen Cafe und bis zur gleichen Uhrzeit tagen, war es klar, dass wir uns danach noch auf Döner und Getränk zusammensetzen und etwas reden…
Nach diesem guten Gespräch traf ich dann noch eine tolle Freundin aus meinen Kasseler Zeiten…
Schön (- siehe/höre mein blip von heute morgen).

Nun muss ich aber auch sagen, dass es nach einem solchen Tag voller guter und intensiver Gespräche gut tut, alleine im Zug zu sitzen und durch ein amerikanisches Magazin über “God. Life. Progressive Culture” zu blättern (seit wann/warum gibt’s das an deutschen Bahnhöfen?).

Ach, noch ein Zitat aus Relevant:

Daniel Radosh, ein säkularer jüdischer New Yorker, schreibt über die 10 verrücktesten Entdeckungen in der christlichen Subkultur (mehr in seinem Buch: “Rapture Ready!: Adventures in the Parallel Universe of Christian Pop Culture”. Nr. 2 ist der “Bibleman“, wohl eine billig gemachte Kinder-TV-Serie mit dazugehörenden Actionfiguren:

“At some point you’ve just got to decide which is most important” Schlipp (Bibleman-Chef oder so) said. “Is the production most important or is the message most important?” In other words, as long as it’s Christian, it doesn’t have to be very good. I’m glad God didn’t take this approach in Genesis. “Well, the green sky kind of clashes with the orange ocean, but as long as people get the idea …”


(hochgeladen wird das ganze erst später, da mir leider der Zugriff auf das WLAN versagt ist)

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Zitat für den Augenblick – 037

Johny Haeusler von Spreeblick schrieb heute:

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist der Betrieb des LHC vollkommen sicher und nach dem Betrieb wird der derzeitige Stand der Wissenschaft völlig überholt sein.

Woher seine Inspiration zum Zitat für den Augenblick kam, lest ihr hier.

Zur weiteren Information: Fragen und Antworten zu LHC

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Kurzformel des Evangeliums

Hier eine “Kurzformel des Evangeliums“, die Klaus Teschner so 1984 formuliert hat:

• Wir sind wertvoller, als wir annahmen.

• Wir sind verkehrter, als wir wahrhaben wollen.

• Wir sind geliebter, als wir wissen.

• Gott hat mehr mit uns vor, als wir uns träumen lassen.

Dabei ist wohl die Reihenfolge entscheidend…

Das Zitat passt gut zu der Diskussion bei Toby Faix zum Thema “Bad news – good news oder was ist denn gut an der Guten Nachricht?

Gefunden habe ich das in dem Buch “Aktivgruppen: Jugendliche entfalten Talente und entdecken den Glauben” von Reinhold Krebs und Burkhard vom Schemm, das Toby übrigens in einer Amazon-Rezension als “Pflichtlektüre Jugendarbeit” bezeichnet. Dem kann ich nur zustimmen, ich habe bisher ein Drittel gelesen und das Buch schon einigen meiner “Kollegen” empfohlen, die auch vor kurzem begonnen haben, in einer Gemeinde Jugendarbeit zu machen.

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Zitat für den Augenblick – 036

Eben fand ich auf einem alten Pocketmod ein Zitat, dass ich mal irgendwo aufgeschrieben habe. Laut meinen Notizen ist es von Søren Kierkegaard:

Das Höchste ist, zu begreifen, dass es nicht zu begreifen ist.

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Marburger Institut für Religion und Psychotherapie

Heute startete das neugegründete Marburger Institut für Religion und Psychotherapie mit einem Eröffnungssymposium. Nach einführenden Worten und Grußworten von Norbert Schmidt, Heinzpeter Hempelmann und Harry Wollmann folgten Vorträge von Holger Eschmann (Theologisches Seminar der Evangelisch-methodistischen Kirche, Reutlingen – Bücher von Eschmann) und Michael Utsch (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin – Bücher von Utsch).

Eschmann sprach vormittags zum Thema “Wie hältst Du’s mit der Psychotherapie?“, es ging um das Verhältnis von Seelsorge und Psychotherapie. Noch spannender fand ich persönlich den Vortrag am Nachmittag von Utsch: “Wie Psychologie glauben hilft – Psychologische Empfehlungen zur Vertiefung der Gottesbeziehung”.
Hier einige Notizen dazu (teilweise sind es Zitate aus seiner Powerpoint):

  • Das Ziel einer Umformung des inneren Menschen im Sinne wachsender Christusfrömmigkeit ist eindeutig: Das Herz / die Seele pflegen -> therapeutische Theologie
  • Nicht die positiven Wirkungen des Glaubens stehen im Zentrum (funktionale Vereinnahmung), sondern das Sich-Öffnen der Seele für die verborgene Gegenwart Gottes. Dort geschieht allmählich die Umformung des inneren Menschen.
  • Es gibt viele Beispiele christlicher Seelenpflege in der Kirchengeschichte: Bei den Wüstenvätern, Herzensgebet, Tersteegen, charismatische Anstöße etc.
  • Theologie gibt der Psychologie gute Impulse: Herzensgebet/Kontemplation reduziert Stress, Vergebungsforschung, Vertrauen satt Angst etc.
  • Dabei macht Glaube nicht automatisch glücklich: Auf Qualität der Gottesbeziehung kommt es an. – Glaube kann missbraucht werden.
  • Ein positiver, persönlich adaptierter Glaube setzt Kräfte frei, die über Placebo-Wirkung hinausgehen.
  • Wenn es ein erfahrungsmäßiges Wahrnehmen der Gegenwart Gottes gibt (Mittelalter) und der Christ ein Erfahrender/Mystiker ist (Rahner), kann heute die Psychologie dazu beitragen, den individuellen Glauben zu vertiefen.
  • 3 Wege der Gotteserkenntnis: In Natur, in Bibel und in eigener Erfahrung
  • Die Psychologie wäre ohne die erfahrungsarme Theologie nicht so erfolgreich geworden
  • Die Psychologisierung des Glaubens hat die Bedeutung von “Spiritualität” verzerrt Eigentlich geht es bei Spiritualität darum, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden.
  • Probleme bei” Spritualität”: Selbstmystik statt Christusmystik, Sakralisierung der Psyche etc.
  • Psychologisierende Deutungen rechtfertigen das eigene Selbst: Schuld wird “wegpsychologisiert” etc.
  • Aber Psychologie kann glauben helfen!
  • Glaube ≠ Placebo-Effekt, sondern Beziehungsweise (glauben an, vertrauen auf).
  • Glaube ist leicht verführbar
  • Glaube als Beziehungsweise: Vielfalt der Beziehungsstile akzeptieren (Persönlichkeitstyp hängt oft mit dem Glaubensstil zusammen) etc.
  • Psychologie hilft glauben: Echtheitsprüfung: Durchdringt Glaube das Leben? – Gefühle und Unbewusstes besser verstehen – Arbeit an den Wurzelsünden (Geistliche Begleitung) – Seelische Gottesbilder entlarven & verabschieden
  • Glaube benötigt Gemeinschaft: Gesprächskultur der Innerlichkeit entwickeln: über Gottesbilder, Zweifel etc. sprechen
  • Wahrnehmung schulen: Aufmerksamkeit für die größere Wirklichkeit Gottes, Umformung des inneren Menschen etc.
  • Thesen: Psychologische und theologische Aspekte helfen bei der “Umformung des Menschen”
  • Am Ende noch ein Zitat von Ricarda Huch: “Alles Menschliche will Dauer, Gott will Veränderung”

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Marlin Watling: natürlich übernatürlich

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Auch ich habe freundlicherweise “Natürlich Übernatürlich“, das erste Buch von Marlin Watling, geschickt bekommen. Marlins Blog lese ich nun schon seit einigen Jahren, da freut es mich natürlich, dass ich auch sein Buch lesen konnte.

Es war eine sehr nette Überraschung, am Geburtstag meines Bruders selber ein Geschenk zu bekommen. Ich wollte das Vorwort lesen, weil ich mehr sicherlich zur Zeit nicht schaffen würde, und dann einen kurzen Eintrag hier im Blog darüber schreiben. So nach dem Motto: “Cool, ich habe ein tolles Buch geschenkt bekommen. Ich nehme gerne auch noch weitere an und verspreche hiermit, dass ich zumindest kurz darauf hinweisen werde!” Dann habe ich das Vorwort und die Einleitung gelesen, und weil das so spannend klang, habe ich weiter gelesen. So dass ich nun doch das ganze Buch gelesen habe.

Worum geht es eigentlich in diesem Buch mit dem guten Titel “natürlich übernatürlich” und dem schönen Cover?
Das Thema ist, wie der Untertitel verrät: “Die Geschichte der Vineyard-Bewegung. Von den Anfängen der Hippie-Bewegung bis zu neuen Gemeinden im postmodernen Europa.” Marlin berichtet als Insider, er ist Leiter der Vineyard Heidelberg, über die Entstehung und Geschichte dieser Gemeinde-Bewegung, d.h. viel auch über John Wimber. Aber er schreibt auch über neue Gemeinden, die in den letzten Jahren entstanden. Dabei war es den Vineyard-Gemeinden immer wichtig, kulturell relevant und gleichzeitig offen für den Heiligen Geist zu sein.
Das Buch lässt sich wirklich gut lesen und ist durch viele Original-Zitate und Kommentare von Menschen, die es miterlebt haben, alles andere als eine trockene Lektüre. Mehr über das Buch schreiben Karl und Mike.

Ich plane nun noch zwei, drei kurze Artikel über Punkte, die mich inhaltlich bewegt haben…

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Christival: Proteste 02: von rechts

Christival

Schwieriger als Christival-Kritik und Flyer “von links” fand ich auf jeden Fall die “frommen” Gruppen, die zwischen Bahnhof und Messe standen und versuchten, die Leute zu “bekehren” und über die Endzeit zu “informieren”. Es macht mich traurig und wütend, diese Gruppen zu sehen. Sie verkünden ein Gottesbild, dass mit meinem nicht zusammenpasst und vermitteln einen wirklich falschen Eindruck vom christlichen Glauben. Ich hoffe, dass die Bremer erkannt haben, dass es einen Unterschied zwischen denen und dem Christival gab. Und ich hoffe, dass sie mit ihren vielen Bibelversen auf den “Pamphleten” (Zitat von einem der Flyer) nicht zu viele Jugendliche verwirren.

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Irgendwie habe ich gar keine Lust noch mehr darüber zu schreiben …


Alle meine Artikel über das Christival:
- Gedanken zum Christival
- Christival: Still & Chill Festival
- Christival: Proteste 01: von links
- Christival: Proteste 02: von rechts
- Christival: Proteste 03: Meine Gedanken

Links zu Berichten woanders findet man beim CVJM Nürnberg.

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  • Daniel Hufeisen…

    …wird auch Hufi genannt
    …lebt in Erlangen
    …arbeitet bei und gehört zu ELIA
    …studierte an der Evangelischen Hochschule Tabor
    …ist "Lounge-DJ"
    …fährt Fahrrad
    …interessiert sich für Gott und seine Welt
    …schreibt dieses Blog seit dem 27. April 2004
    …ist erreichbar: ein.augenblick[ät]web.de
    mehr über Hufi

  • Themen:

    Afrika Bibel Bilder Blog Brian McLaren Buch Deutschland Emerging Church emerging conversation Erlangen Film Fotos Fragen Gebot Gesellschaft Glaube Gott Gottesdienst Jesus Jesus Freaks katholisch Kenia Kreuz Leben Liebe Links Lobpreis Lounge Marburg Medien Moderne MP3 Musik Politik Postmoderne Predigt Radio Religion Tabor Tagebuch Taiwan Theologie Umwelt Video Zitat

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