Ein Prediger

Nachdem ich heute morgen gepredigt habe, lese ich jetzt natürlich interessiert einen Artikel, der mit folgenden Sätzen beginnt:

Der wahre Prediger braucht zum Predigen keine Kanzel. Denn er steht auf keinem höheren Standpunkt als seine Gemeinde, er beugt sich aber auch nicht huldvoll herab.

Weiter geht es in diesem Artikel der ZEIT nicht über das Predigen an sich, sondern über einen Prediger, der bald Bundespräsident wird: Joachim Gauck. Das Thema Predigen und auch Theologie allgemein bleibt aber zentral in dem, was Evelyn Finger schreibt.

Interessant sind auch einige dort zitierte Aussagen von Wolfgang Thierse (den ich mir auch als Bundespräsident vorstellen könnte), wie z.B. folgende:

Wir haben in Deutschland die Trennung von Kirche und Staat, aber nicht die Trennung von Religion und Politik – nur deren Unterscheidung. Die beiden Sphären haben sich ausdifferenziert, aber es gibt Zusammenhänge zwischen ihnen, und diese Zusammenhänge werden von den Menschen gelebt.

Wenn ihr also ein paar Minuten Zeit habt, lest den Artikel, der nicht nur für Prediger und Pastoren interessant ist.


Nachtrag (2012-02-27):

Sowohl Titel als auch Untertitel sind natürlich nicht so glücklich gewählt (wurden sicherlich nicht von der Autorin verfasst). Mit einer anderen Überschrift gäbe es sicherlich auch nicht so viele negative Kommentare …

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God is not a Christian

Im Emergent-Village-Newsletter MINemergent für heute ist ein Zitat von Desmond Tutu,  über das ihr gerne einen Moment nachdenken dürft:

We should in humility and joyfulness acknowledge that the supernatural and divine reality we all worship in some form or other transcends all our particular categories of thought and imagining, and that because the divine — however named, however apprehended or conceived — is infinite and we are forever finite, we shall never comprehend the divine completely.

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Was heißt bibeltreu?

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz Jürgen Werth wird in der SZ zum Thema „Christen und die Prügelstrafe“ interviewt und dann auch gefragt, wie „bibeltreu“ er eigentlich sei:

Das ist eine gute Frage. Für mich ist das Christentum keine Buchreligion. Es ist eine Beziehungsreligion. Es geht um die Beziehung zum dreieinigen Gott. Die Bibel ist das Buch, in dem sich dieser Gott vorstellt. Sie ist kein Bürgerliches Gesetzbuch oder so etwas. Aber sie hilft uns, uns zu hinterfragen, was man tut, denkt und glaubt. Und evangelische Christen suchen das Gespräch mit anderen. Wer sagt: “So ist das, und wir reden nicht mehr darüber”, der setzt sich außerhalb der Gemeinschaft der Christen.

Jürgen Werth im SZ-Interview

Ja, in diesem Sinne bin ich auch gerne bibeltreu.

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Zitat für den Augenblick – 044

Ich mache gerade die Hausaufgaben für mein neues Studium und lese dafür „Kirche und Gemeinwesenarbeit“ von Lyle E. Schaller. In diesem fast vierzig Jahre alten Buch entdeckt ich immer wieder gute Gedanken und wahre Sätze. Hier ist einer davon:

„Viel Ungerechtigkeit in der Welt resultiert daraus, daß die, die sich Christen nennen, sich nicht an gesellschaftlichen Prozessen beteiligen.“

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Zitat für den Augenblick – 043

Heiner Geißler, der morgen 80 Jahre alt wird und seit ein paar Jahren als CDU-Urgestein und -Querdenker auch attac-Mitglied ist, sagte heute bei einem Geburtstagsempfang in der CDU-Parteizentrale:

Wo alle dasselbe denken, da wird nicht viel gedacht.

Quelle: focus.de

Herzlichen Glückwunsch an Heiner Geißler zum achtzigsten und an attac zum zehnten Geburtstag!

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KD-Projekt oder Zeit haben

Alex Kupsch steckt gerade in einem fast wahnwitzigen Selbstversuch: Dem KD-Projekt. In einem Jahr möchte er die komplette Kirchliche Dogmatik von Karl Barth lesen. Also 9000 Seiten voller anspruchsvoller Theologie.

Vorhin hat Alex einige sehr gute Sätze aus einer Fußnote der KD auf dem KD-Projekt-Blog zitiert:

Wir mögen dabei [dass Gott Zeit für uns hat] wohl daran denken, daß Zeit haben für einander (…) in Wirklichkeit den Inbegriff aller Wohltaten bezeichnet, die ein Mensch dem andern erweisen kann. Wenn ich jemandem meine Zeit wirklich schenke, dann schenke ich ihm eben damit das Eigentlichste und Letzte, was ich überhaupt zu verschenken habe, nämlich mich selber. Schenke ich ihm meine Zeit nicht, so bleibe ich ihm gewiß alles schuldig und wenn ich ihm im übrigen noch so viel schenkte. (KD I/2, 60)

Man kann festhalten: Alex hat Zeit. Zeit für Karl.

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Zitat für den Augenblick – 042

Gerade mal wieder zu Gast auf dem Berg Tabor, las ich gestern folgende Zeilen aus dem Evangelium nach Pilatus von Eric-Emmanuel Schmitt:

Ich kann nicht ständig auf der Höhe des Berges Tabor leben. Und dann, was habe ich gesehen? Nichts. Was habe ich verstanden? Nichts.

Eric-Emmanuel Schmitt – Das Evangelium nach Pilatus, Seite 245

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Tagebucheintrag aus einem ICE

ice-relevant.JPG

Sitze gerade alleine in einem kleinen ICE-Abteil, habe Musik, mein MacBook und ein eben für 7,50 Euro erstandenes Relevant Magazine.

War heute mit beim Emergent Deutschland Koordinatorentreffen, wo u.a. auch das Emergent Forum in Erlangen vorbereitet wurde (weshalb ich auch mit dabei war). Mich hat es gefreut, mit so vielen tollen Leuten etwas gemeinsam zu planen.

Nachdem ich gestern beim skypen mit meiner guten Freundin Johanna hörte, dass ihr Mann (und mein guter Freund) Chris auch heute in Kassel eine Sitzung hat und sich dann noch herausstellte, dass wir im gleichen Cafe und bis zur gleichen Uhrzeit tagen, war es klar, dass wir uns danach noch auf Döner und Getränk zusammensetzen und etwas reden…
Nach diesem guten Gespräch traf ich dann noch eine tolle Freundin aus meinen Kasseler Zeiten…
Schön (- siehe/höre mein blip von heute morgen).

Nun muss ich aber auch sagen, dass es nach einem solchen Tag voller guter und intensiver Gespräche gut tut, alleine im Zug zu sitzen und durch ein amerikanisches Magazin über “God. Life. Progressive Culture” zu blättern (seit wann/warum gibt’s das an deutschen Bahnhöfen?).

Ach, noch ein Zitat aus Relevant:

Daniel Radosh, ein säkularer jüdischer New Yorker, schreibt über die 10 verrücktesten Entdeckungen in der christlichen Subkultur (mehr in seinem Buch: “Rapture Ready!: Adventures in the Parallel Universe of Christian Pop Culture”. Nr. 2 ist der “Bibleman“, wohl eine billig gemachte Kinder-TV-Serie mit dazugehörenden Actionfiguren:

“At some point you’ve just got to decide which is most important” Schlipp (Bibleman-Chef oder so) said. “Is the production most important or is the message most important?” In other words, as long as it’s Christian, it doesn’t have to be very good. I’m glad God didn’t take this approach in Genesis. “Well, the green sky kind of clashes with the orange ocean, but as long as people get the idea …”


(hochgeladen wird das ganze erst später, da mir leider der Zugriff auf das WLAN versagt ist)

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Zitat für den Augenblick – 037

Johny Haeusler von Spreeblick schrieb heute:

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist der Betrieb des LHC vollkommen sicher und nach dem Betrieb wird der derzeitige Stand der Wissenschaft völlig überholt sein.

Woher seine Inspiration zum Zitat für den Augenblick kam, lest ihr hier.

Zur weiteren Information: Fragen und Antworten zu LHC

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Kurzformel des Evangeliums

Hier eine “Kurzformel des Evangeliums“, die Klaus Teschner so 1984 formuliert hat:

• Wir sind wertvoller, als wir annahmen.

• Wir sind verkehrter, als wir wahrhaben wollen.

• Wir sind geliebter, als wir wissen.

• Gott hat mehr mit uns vor, als wir uns träumen lassen.

Dabei ist wohl die Reihenfolge entscheidend…

Das Zitat passt gut zu der Diskussion bei Toby Faix zum Thema “Bad news – good news oder was ist denn gut an der Guten Nachricht?

Gefunden habe ich das in dem Buch “Aktivgruppen: Jugendliche entfalten Talente und entdecken den Glauben” von Reinhold Krebs und Burkhard vom Schemm, das Toby übrigens in einer Amazon-Rezension als “Pflichtlektüre Jugendarbeit” bezeichnet. Dem kann ich nur zustimmen, ich habe bisher ein Drittel gelesen und das Buch schon einigen meiner “Kollegen” empfohlen, die auch vor kurzem begonnen haben, in einer Gemeinde Jugendarbeit zu machen.

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  • Daniel Hufeisen…

    …wird auch Hufi genannt
    …lebt in Erlangen
    …ist glücklich verheiratet
    …arbeitet bei und gehört zu ELIA
    …studiert Gesellschaftstransformation
    …studierte vorher an der EH Tabor
    …engagiert sich bei Emergent Deutschland
    …gehört zur Redaktion der Zeitsschrift oora
    …ist ›Lounge-DJ‹
    …fährt Fahrrad
    …interessiert sich für Gott und seine Welt
    …schreibt dieses Blog seit dem 27. April 2004
    …ist erreichbar: ein.augenblick[ät]web.de
    mehr über Hufi
  • vernetzt mit Emergent Deutschland
  • Themen:


  • Hufi im Netz:

    aktuell: Twitter
    Fotos: Ipernity & flickr
    Bookmarks: del.icio.us
    Musik: blip.fm & last.fm
    Web 2.0: Friendfeed
    Artikel in: ZeitGeist, Ichthys & dran
    Netzwerk: Emergent Deutschland
    Gemeinde: ELIA
    fair leben in Erlangen: fairlangen.org
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