Weihnachten: Maria in Moria

Weihnachten 2017. 

Neben einem sehr internationalen Heiligabend bei FreiRaum (auf Koreanisch, Arabisch, Englisch, Dari und Deutsch haben wir die Weihnachtsgeschichte gelesen) bewegen mich dieses Jahr Fotos, die ich auf Facebook und Twitter entdeckt habe:

Maria in Moria

Ein Foto von Giorgos Moutafis aus dem Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos.
Und eine Weihnachtskarte der Marburger Medien.
Welch Ähnlichkeit –sogar die Farben sind gleich (nur umgedreht).

Die Weihnachtsgeschichte

Nacherzählt mit Fotos vom italienischen Historiker Valerio De Cesaris, der offensichtlich Verbindungen zur großartigen Gemeinschaft Sant’Egidio hat:

„… there was no room for them in the inn”
(Luke 2, 7).
Valerio De Cesaris (@ValerioDeC) 12. Dezember 2017

“This will be a sign to you:
You will find a baby wrapped in cloths and lying in a manger”
(Luke 2, 12).
Valerio De Cesaris (@ValerioDeC) 15. Dezember 2017

 

“So he got up, took the child and his mother during the night
and left for Egypt”
(Matthew 2, 14)
Valerio De Cesaris (@ValerioDeC) December 14, 2017

ein Augenblick im Advent: Christmas 2.0

advent-augenblick-240.pngEin wahrer Adventskalender ist dies hier wohl nicht, wenn am 16. erst das zweite Türchen geöffnet wird.

Und dann auch noch ein weiteres Video und wieder eins, auf das schon unzählige Leute hingewiesen haben. Aber vielleicht wurdest du ja noch nicht darauf hingewiesen bisher. Daher hier nun das Web 2.0-Krippenspiel (mit schrecklicher Musik):

ein Augenblick im Advent: Hallelujah

advent-augenblick-240.pngLetztes Jahr gab es jeden Dezember-Tag bis Weihnachten „ein Augenblick im Advent“. Dieses Jahr gibt es nur einen sehr unregelmäßigen Blog-Adventskalender, der auch noch mit einer Woche Verspätung startet.

Zum Start gibt es ein Flashmob-Video, das die letzten vier Wochen schon unzählige Menschen begeistert und inspiriert hat – allein bei YouTube wurde das Video schon über 13 Millionen mal angeschaut:

ein Augenblick im Advent #23

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Gestern erzählte ich von Yelina, die als Teenager verschleppt, verkauft und vergewaltigt wurde.

Ihre Geschichte zeigt nur eine Form des heutigen Menschenhandels und damit der Sklaverei, nicht nur als Sexobjekte werden Menschen gehandelt, sondern auch als Arbeitskräfte. Jährlich werden einige Hunderttausend oder sogar Millionen Menschen (die Zahlen sind natürlich sehr umstritten) wie Ware verkauft und zur Sklaverei gezwungen. In der dran steht zum Vergleich die Zahl der Sklaven, die Anfang des 19. Jahrhunderts jährlich (damals noch) legal nach Amerika gebracht wurden: 30.000.

Im Artikel der dran werden drei Hilfsorganisationen vorgestellt: Netzwerk gegen Menschenhandel, The A21 Campaign und International Justice Mission. Bei Wikipedia werden darüber hinaus noch viele weitere Organisationen verlinkt.

stt.png

Ich möchte heute aber besonders auf Stop the Traffik hinweisen, die seit ein paar Tagen auch eine deutsche Website haben. Dort wird auch deutlich, was unser Schokoladenkonsum mit dem Thema zu tun hat (u.a. durch die Kurzgeschichte Chaga und die Schokoladenfabrik).

advent.jpg

Auf dem Bild steht:
Auch die Kinder, die gezwungen sind auf Kakaoplantagen zu arbeiten, zählen die Tage.

Es wäre schön, wenn es für diese Kinder auch nur noch ein Türchen zu öffnen gäbe …

Zur Zeit macht Stop the Traffik eine Kampagne gegen Menschenhandel in der Schokoladenindustrie. Mach doch einfach mit!

Vor allem in Großbritannien gab es schon einige Erfolge der Kampagne, so verpflichtete sich z.B. Cadbury dazu, ab Herbst 2009 den Riegel Dairy Milk fair herzustellen (das ist eine ähnliche Dimension, wie wenn Milka nur noch faire Schokoriegel anbieten würde). Und auch Mars musste recht schnell auf auf den „March on Mars“ reagieren und verspricht, bis 2020 nur noch Rainforest Alliance-Kakao zu verwenden.

Machen wir doch weiter mit Nestlé!

ein Augenblick im Advent #22

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Eine alltägliche Begebenheit irgendwo nicht weit weg:

Yelina ist 14 Jahre alt, als eine Bekannte ihrer Mutter von einem guten Ferien-Job im Nachbarland erzählt. Für Yelina und ihre Mutter klingt das nach einer guten Möglichkeit, etwas Geld für die Familie zu verdienen. Als sie sich mit ihrer Freundin Mimi auf dem Weg macht, werden sie direkt an der Grenze von Uniformierten abgeholt, aber sie werden nicht zu der versprochenen Arbeitsstelle gebracht. Der Weg führt vielmehr direkt ins Bordell.

Dort bekommt Yelina von einer älteren Frau einen kurzen Rock aufgedrängt mit dem Kommentar: „Du muss sexy sein, damit die Männer mit dir Sex haben wollen.“ Yelina ist schokiert, sie protestiert, will nach Hause. Aber sie hat keine Chance. Die Bordellbesitzerin sagt: „Ich habe bezahlt. Diese Schulden musst du bei mir abarbeiten.“ Dabei hat sie ein Schnäppchen gemacht, wie sich bei einer Untersuchung herausstellt: Yelina ist noch Jungfrau.*

* nacherzählt aus dran 1.10