Nietzsche – Atheismus als Wagnis

Vor 125 Jahren ließ Nietzsche den “tollen Menschen” ausrufen:

Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?

Letzte Nacht sprach ich zu später Stunde mit einem Philosophie-Stunden auf einer WG-Party über Nietzsche, Gott, Glauben, Nicht-Glauben etc.

Bei Welt Online kann man einen sehr guten Artikel über Nietzsche und “wahren” und “Pseudo”-Atheismus lesen. Ich zitiere daraus die gleichen Sätze, die auch fono zitiert hat (der leider aufgehört hat zu bloggen):

Atheist […] darf eigentlich nur der sein, der die ungeheuren Folgen des Gottesmordes zu tragen in der Lage ist. So, wie Christen das ungeheure Wagnis eingehen, sich selbst und ihr Leben einem Gott anzuvertrauen, den man nicht sehen kann, so müssen Atheisten nach Nietzsche das Wagnis eingehen, sich in das reine Nichts fallen zu lassen, dorthin, wo nichts mehr hält und trägt.

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3 Gedanken zu „Nietzsche – Atheismus als Wagnis“

  1. grüssle!
    Ich hab das Gefühl des Ins-Nichts-Fallens in diesem Leben schon mal ganz konsequent ausgelotet. Es ist furchtbar und führt zu gar nichts, die reine Zerstörung, die Negation des Lebens an sich, freudlos, lieblos und sinnlos. (Note: daß man das nur durch Negationen beschreiben kann, zeugt davon, wie wenig Leute da schon lebend rausgekommen sind, denn sonst wäre es normaler und man hätte Worte dafür)Fühlt sich sehr sehr schlimm an und ich bin froh, daß es vorbei ist. Gott lebt.
    Eli

  2. Heute in Kirchengeschichte lasen wir Francke:

    „… ich fühlte es gar zu hart, was es sei, keinen Gott haben, an den sich das Herz halten könne; seine Sünden beweinen und nicht wissen warum; oder wer der sei, der solche Tränen auspreßt, und ob wahrhaftig ein Gott sei, den man damit erzürnt habe; sein Elend und großen Jammer täglich sehen und doch kein Heiland und keine Zuflucht wissen oder kennen.“

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