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von Daniel Hufeisen
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Kreuzen Sie hier an!
Morgen ist Europawahl.
Dabei geht’s um folgende Werte:
Um diese Werte zu schützen oder teilweise auch zu fördern/ermöglichen solltest du morgen wählen gehen. Ein paar Hinweise, in welche Richtung deine Wahl gehen geben der Wahl-O-Mat und der EU-Profiler. Beide lieferten bei mir leicht unterschiedliche Ergebnisse, aber eine Tendenz wird deutlich.
Für den Wahlgang morgen sollte man auf jeden Fall viel Zeit mitbringen, denn die Liste ist ziemlich lang und wenn man sie genau studiert, findet man auch einige spannende Details. Z.B. ein Mann bei “die Frauen”, nur Rentner bei der “Rentner-Partei-Deutschland”, dafür aber nur 50% Rentner in der “Rentnerinnen und Rentner-Partei”. Oder eine Wählergemeinschaft, deren Namen wirklich “FÜR VOLKSENTSCHEIDE (Wählergemeinschaft), Gerechtigkeit braucht Bürgerrechte – Wir danken für Ihr Vertrauen!” lautet. Wen solche Namen zugelassen sind, dann gründe ich für die nächste Wahl eine Partei namens “KREUZEN SIE HIER AN! – Wenn Sie woanders ankreuzen, ist ihre Wahl ungültig!” Und wenn das mindestens 0,5% tun, bekomme ich fast einen Euro pro Stimme. Diese 0,5%-Hürde, ab der die Parteien Geld pro Stimme vom Staat bekommen, ist übrigens das, was viele Kleinstparteien anstreben…
Von den vielen kleinen Partei könnten höchstens die Piraten bald mal spannend werden. Sie spezialisieren sich auf ein Gebiet, bei dem die großen Parteien und Politiker immer wieder große Unkenntnis beweisen (ich erinnere an dieses Interview, in dem Kinder Politiker übers Netz befragen): das Internet. Da die Piraten vor allem in Schweden schon relativ groß sind, werden sie auch im Europaparlament vertreten sein. Dadurch könnte dann das passieren, was die Grünen geschafft haben: Ein wichtiges Nischenthema wird irgendwann von allen Parteien aufgenommen…
Was Blogger zu dem allen sagen, fast Malte Welding im Blogblick der Netzzeitung zusammen. Die (teilweise grausamen) Fernsehspots der Parteien wurden auf wahlticker zusammengestellt (Achtung: alle anzuschauen kostet einiges an Nerven). Getwittert wird natürlich auch über die Wahl, das Hashtag der Wahl ist dabei #eu09.
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von Daniel Hufeisen
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Zitat für den Augenblick – 041
Andrea Nahles, stellvertretende SPD-Vorsitzende, spricht in einem FAS-Interview (“In der SPD wegen Jesus Christus“) über ihren Glauben.
Hier ein Zitat aus dem Interview:
Und ich bin überzeugt: Christsein kann nie folgenlos bleiben, nicht privat und nicht politisch. Ich wäre nie in der SPD gelandet, wenn ich nicht zuvor eine christliche Prägung erfahren hätte. Ich habe mich in der SPD eher in der Gefolgschaft von Jesus Christus wiedergefunden, und zwar wegen dem Parteiprogramm und dem, was die SPD verkörpert. Christsein ist nicht das Ritual, sonntags in die Kirche zu gehen.
(via Peter bei Twitter)
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von Daniel Hufeisen
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Zitat für den Augenblick – 038
Auch ich lese zur Zeit den Artikel über Paulus und die Philosophen in der Zeit. Habe zwar gerade ein Probeabo, kam aber letzte Woche nicht dazu, den Artikel zu Ende zu lesen. Eben las ich weiter und stieß auf folgenden Absatz (der auch zur Diskussion über Werte bei meinem letzten kurzen Artikel passt):
Alain Badiou lehnt alle drei Modelle [einer Begründung des Politischen; D.H.] ab. Für ihn besteht die Radikalität von Paulus gerade darin, dass die neue christliche Gemeinschaft weder auf gemeinsamen Werten noch auf gemeinsamen Regeln noch auf dem Respekt vor Verschiedenheit beruht, sondern allein auf dem Bekenntnis zum Christusereignis.
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von Daniel Hufeisen
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Zur Debatte über den Q-Rage-Artikel
… sagt Rolf Krüger alles Notwendige in einer guten Art und Weise.
Lest selbst (UPDATE: Leider ist der Artikel bei Rolf Krüger verschwunden).
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Nur ein kurzer Gedanke (unter 140 Zeichen) von mir am Rande:
Spätestens wenn kreuz.net, Junge Freiheit und PI mich unterstützen, würde ich mir Gedanken machen, ob ich nicht irgendwie falsch liege.
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von Daniel Hufeisen
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Heute ist Feiertag
…in Kenia.
Denn vorgestern wurde der Enkel einer kenianischen Frau zum nächsten Präsidenten der USA gewählt. Kenia freut sich! Und ich freue mich mit. – Mehr zu Kenias Freude u.a. bei tagesschau.de.
Warum die Wahl für alle Afrikaner ein Grund zur Freude ist, lest ihr bei HaSo: God bless Africa!
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Falls ihr sie noch nicht gesehen habt, schaut euch mal die Rede Obamas vom Wahlabend an. Und auch die von McCain, Respekt!
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P.S.: Zum Glück hat Paul Auster, einer meiner Lieblingsautoren, mit seiner Befürchtung nicht Recht behalten:
Ja, es geht nur darum, dass er schwarz ist. Das ist die alles entscheidende Frage. … Niemand möchte mehr öffentlich als Rassist erkannt werden, das war vor 40 Jahren noch anders, … Und deshalb traue ich den Umfragen bei dieser Wahl kein bisschen. Die Leute sind so konditioniert, nichts Anstößiges zu sagen, dass sie die Polls belügen. Es gibt eine große Masse Wähler, hauptsächlich arme und mittelständische Weiße, die noch unentschieden sind und sich an keine politische Partei gebunden fühlen. Auf die wird es bei dieser Wahl ankommen.
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von Daniel Hufeisen
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Kritik an der Gesellschaft
Bei beiden “Entdecke Emerging Church”-Seminaren am Samstag kam die Frage auf, ob nicht auch Kritik an der Gesellschaft wichtig wäre, Jesus habe ja auch ziemlich deutlich Sünde/Missstände angesprochen. Davor hatte ich von Inkarnation, Kontextualisierung und “in die Welt gesandt sein” gesprochen…
Ein paar Gedanken zu diesen Nachfragen/Vorwürfen (am Samstag waren es Nachfragen, ich habe das aber auch schon als Vorwurf gehört/gelesen):
Christen sollten nicht nur als Moralapostel mit erhobenem Zeigefinger wahrgenommen werden. Ich will nicht zu einem Verein gehören, der vor allem dafür bekannt ist, gegen Homosexualität, Abtreibung und Evolution zu sein. Denn im christlichen Glauben geht es nicht darum, gegen etwas zu sein. Es geht um eine gute Botschaft, um einen Gott der für uns ist.
Ja, es besteht die Gefahr, dass wir uns in der Gesellschaft auflösen und kein klares Profil mehr zeigen (und das ist sicherlich auch eine der Gefahren der Emerging Church). Das ist aber nicht mein Ziel und auch nicht das Ziel der Leute aus dem “emergenten Diaolog”, die ich kenne.
Gemeinde sollte “Kontrastgesellschaft” sein. Jesus drückt das wunderbar mit den Worten Salz bzw. Licht der Welt aus. Ein klarer Kontrast. Aber ein positiver.
Dazu ein Absatz aus meiner Diplomarbeit:
So ist es auch heute nicht die Aufgabe einer Gemeinde die gesellschaftlichen Strukturen und Lebensentwürfe zu bewahren, sondern diese zu hinterfragen und eine alternative Kultur zu vermitteln. Dabei hinterfragt die Gemeinde die Gesellschaft nicht einfach um des Widerspruchs willen, sie schaut auch nicht aus einem elitären Verständnis auf die Gesellschaft herab. Was Kontrastgesellschaft stattdessen bedeutet, führt GERHARD LOHFINK in ‚Wie hat Jesus Gemeinde gewollt?’ aus:
„Gemeint ist vielmehr einzig und allein Kontrast für die anderen und um der anderen willen, also jene Kontrastfunktion, die unüberbietbar ausgesprochen ist in den Bildern vom ‚Salz der Erde’, vom ‚Licht der Welt’ und von der ‚Stadt auf dem Berg’ (Mt 5,13f). Gerade weil die Kirche nicht für sich selbst, sondern ganz und ausschließlich für die Welt da ist, darf sie nicht zur Welt werden, sondern muß ihr eigenes Gesicht behalten. Falls sie ihre Konturen verliert, ihr Licht auslöscht und ihr Salz schal werden läßt, kann sie die übrige Gesellschaft nicht mehr verändern. Dann hilft keine missionarische Aktivität mehr; dann hilft kein noch so betriebsames gesellschaftliches Engagement nach außen hin mehr.“ (Lohfink, Wie hat Jesus Gemeinde gewollt, 169)
Außerdem braucht man Autorität und/oder eine gute Beziehung, damit Kritik auch wirklich ankommt. Wenn ein Professor mich (bzw. meine Gedanken/Taten) kritisiert, höre ich hin. Wenn ein Freund mich kritisiert, höre ich hin. Aber wenn ein merkwürdiger Fremder mich kritisiert, interessiert mich das äußerst selten. – Für die meisten Menschen sind wir Christen merkwürdige Fremde…
Bevor wir kritisieren sollten wir versuchen, erst einmal positiv aufzufallen. Indem wir das tun, wozu wir von Jesus eindeutig berufen sind: Unsere Nächsten (ganz praktisch) zu lieben. Ja, wo fordert uns eigentlich Jesus auf, Sünde in der Gesellschaft (bzw. bei Menschen außerhalb der Gemeinde) zu kritisieren? Mir fallen da spontan eher gegenteilige Stellen ein: Matthäus 7,1-5 zum Beispiel.
Wenn irgendein Pfarrer ein Buch über sexuelle Verwahrlosung bei Kindern und Jugendlichen in einem frommen Verlag schreiben würde, wen/welche Medien würde das interessieren?
Wenn aber solch ein Pfarrer vorher ein großes christliches Kinder- und Jugendprojekt aufbaut, in dem Nächstenliebe und Einsatz für Gerechtigkeit (“Trachtet zuerst nach…”) praktisch werden, das wirklich Salz und Licht in teilweise ziemlich dunkler Umgebung ist, dann berichten plötzlich (fast) alle großen Medien darüber. Die Kritik kommt an.
Außerdem findet man auch in der “emerging conversation” immer wieder klare Kritik an der Gesellschaft. Ein wichtiges Thema ist zum Beispiel Kritik an der Konsumgesellschaft (u.a. Jason Clark bei den “Emergent Deutschland”-Veranstaltungen letztes Jahr oder natürlich Shane Claiborne). Das Kritik/Umdenken/Handeln in diesen Bereichen notwendig, merkt die letzten Wochen hoffentlich jeder. Hier ist es sicherlich auch Aufgabe der Gemeinde, Kontrastgesellschaft zu sein und Alternativen aufzuzeigen.
Wie müsste das Leben der Christen/Gemeinden aussehen, damit wir in einer Gesellschaft, die von Konsum, Geiz, sexueller Verwahrlosung etc. geprägt ist, wirklich Licht für die Menschen um uns herum sind? – Und zwar kein Licht, dass nur auf als Scheinwerfer auf angebliche Sünde strahlt, sondern ein Licht, das den Menschen hilft, ein Licht, das es hell macht, das wärmt, das Freude bringt und den Weg weist.
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von Daniel Hufeisen
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Antwort auf den Kapitalismus?
Wenn inzwischen sogar FDP-Wähler auf ihrem Blog die “10 Desillusionierungen über den Kapitalismus” (übrigens sehr lesenswert!) zusammenfassen, aus denen vorhin auch Peter zitierte, dann darf man jetzt sicherlich auch mal fragen, wie wir als Christen/Gemeinden auf den Kapitalismus antworten können.
Was meinst du?
Ist es die “Konsum-Kritik”, die in letzter immer wieder thematisiert wird, die ganze Antwort? Oder umfasst es noch mehr? Oder sollten wir das der Wirtschaft, der Politik und vielleicht noch den Medien überlassen?
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von Daniel Hufeisen
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Die freie Wirtschaft
Der Neoliberalismus der letzten Jahre wollte eine möglichst freie Wirtschaft, in die der Staat so wenig wie möglich eingreift.
Vieles wurde und wird privatisiert, also “befreit” aus der Hand der Allgemeinheit in die freie Marktwirtschaft.
Viele Millionen wurden verdient – von wenigen Vorständen, Börsenmaklern und Geld-Hinundherschiebern.
Und jetzt plötzlich platzen die Blasen. Die freie Finanzwelt erlebt den freien Fall.
Und wer soll es retten? – Der Staat.
Und wer soll es bezahlen? – Wir, die Allgemeinheit.
Fällt euch was auf?
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von Daniel Hufeisen
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Sie ist vorbei…
…die Alleinherrschaft der CSU.
Ich durfte als Neubürger in Bayern ja nicht mitwählen. Dazu sagte heute noch ein Freund: “Wahrscheinlich wird deine Stimme einfach der CSU gegeben. Die gehen davon aus, dass du dich noch nicht so auskennst und noch nicht weißt, dass man als Bayer CSU wählt…”
Heute morgen hing noch ein Zettel an der Tür, auf dem stand: “So wählen Sie am 28. September richtig:” – also die Kreuze bei der CSU machen.
Was mich auf jeden Fall freut, dass die extrem rechten Parteien, die außerhalb der Stadtmitte Erlangens sehr viel Werbung gemacht haben, keine entscheidende Rolle spielen.
Zur FDP kann ich noch sagen, dass sie auf jeden Fall gute Plakate hatten…
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von Daniel Hufeisen
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Porno, Sex und keine Küsse
(Da Google einAugenblick.de meist nicht mehr bei den Suchergebnissen anzeigt, kann ich auch mal mit gutem Gewissen so nen reißerischen Titel wählen)
Stern TV interviewte Bernd Siggelkow, den Gründer der Arche in Berlin, der gerade das Buch “Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist” veröffentlicht hat. Es geht um Kinder, Teens und Jugendliche, für die Sex und Pornos vollkommen normal sind, die aber nicht wissen, wozu Küsse gut sein sollen. “Denn Küssen kommt im Porno nicht vor.”
Das Interview solltest du wirklich mal lesen. Und vielleicht auch den etwas längeren Artikel zum Thema, der aus einem Stern-Heft von 2007 stammt und auf den vorhin schon E-Mix hinwies.
Heute morgen schrieb dann Focus Campus noch über eine Kasseler Studentin, die ihr Jungfräulichkeit im Internet versteigert…
Mmmh. Meine ehrliche Frage ist nun, wie sollen und können wir als Christen und Gemeinden damit umgehen? Wie kann ein guter Umgang mit Sexualität vermittelt werden? Was ist überhaupt ein guter Umgang? Und ist das unser Auftrag, uns da einzumischen? Wenn ja, ist “wahre Liebe wartet” die richtige Antwort auf folgende Frage einer Elfjährigen: “Bernd, bin ich hässlich? Mit mir war nämlich noch nie ein Mann im Bett.”?
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Nachtrag:
Schon mal folgende Seiten angeschaut?





