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von Daniel Hufeisen
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Shusaku Endo und Kontextualisierung
Schon seit langer Zeit möchte ich mal was zu Shusaku Endo schreiben (ungefähr seitdem Martin Scorsese ankündigt, Endos größten Roman „Schweigen“ zu verfilmen). Der 1996 verstorbene japanische Schriftsteller versuchte als Katholik dem christlichen Glauben das europäische Kleid abzunehmen und ihm ein japanisches Gewand zu geben. Dieses Thema taucht in den meisten seiner Bücher in irgendeiner Form auf und macht sie auch Jahrzehnte nach dem Erscheinen noch spannend.
Bisher habe ich Schweigen, Sünde und Der Samurai gelesen, die ich in dieser Reihenfolge auch empfehlen würde. Meine aktuelle Bettlektüre ist der Roman „Der Vulkan“ aus dem Jahr 1960. Dort lässt er einen alten, französischen Ex-Prieter sagen:
„Wer keine Schuld empfindet, der kann nicht an Gott glauben. Und ihr Japaner empfindet doch keine Schuld.“
Ist das so? Kann man nur an Gott glauben, wenn man Schuld empfindet?
Ich denke Endo spielt hier auf ein Problem an, dass uns heute auch in Europa beschäftigt: Das Evangelium wird häufig vor allem in den Kategorien Schuld und Sühne gepredigt. Diese Kategorien sind für viele Menschen aber nicht mehr so zentral wie sie einmal (für viele) waren. Peter geht in seinem Artikel über „Spiral Dynamics“ in ZeitGeist 2 darauf ein, wie Erlösung aus der blauen Sicht vor allem als Tilgung objektiver Schuld gesehen wird. Für Menschen, die nicht diese blaue Sicht haben, muss sie aber anders beschrieben werden (Peters Ansätze dazu).
Vielleicht gehörten die Japaner der 1950er-Jahre, die Endo vor Augen hatte, einfach nicht zu dieser „blauen Spirale“ …
Und mal schauen, ob Endo in dem Buch noch eine Antwort auf die Frage präsentiert, ob Japaner überhaupt glauben können.
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von Daniel Hufeisen
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Rezension: Beziehungsweise leben
Eben habe ich meine erste Rezension bei Amazon veröffentlicht. Lest selbst:
“Beziehungsweise leben: Inspirationen zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott und Menschen” hat mich vom ersten Moment an begeistert. Das Buch wurde von Denis Holzmüller außergewöhnlich (und gut) gestaltet (er wird wie alle Autoren und sogar die Lektorin am Ende des Buches mit Foto und kurzem Text vorgestellt) und schon der Blick ins Inhaltsverzeichnis verheißt eine spannende Lektüre zu den Stichworten Spiritualität, Gerechtigkeit und Gemeinschaft – und dass alles unter dem Motto “beziehungsweise leben”.
In der Einleitung, die man auf keinen Fall überspringen sollte, behandeln die Herausgeber zwei grundlegende Themen und stellen dabei zwei Thesen auf: 1. Der Mensch existiert nur in und durch Beziehungen und 2. Gott hat eine Mission/Sendung mit der/in die Welt, die er liebt und an dieser Mission können wir mitwirken. Beides begründen sie in der Dreieinigkeit Gottes.
Im weiteren Buch werden diese grundlegenden Gedanken in den Themenbereichen Spiritualität, Gerechtigkeit und Gemeinschaft durch insgesamt 17 Autoren konkretisiert. Dabei haben die einzelnen Autoren unterschiedliche Schwerpunkte und teilweise auch Meinungen, was deutlich macht, dass es nicht den einen richtigen Weg bzw. die eine richtige Umsetzung der Grundgedanken gibt. Mir gefällt dabei, dass die meisten Artikel sehr persönlich und ehrlich geschrieben sind: Die Autoren scheuen auch nicht davor zurück, von gescheiteren Versuchen zu berichten.
Außerdem haben die gut verständlichen, aber trotzdem tief gehenden Artikel eine angenehme Länge. Man kann gut einen Artikel am Stück lesen, sie sind aber nicht so kurz, dass sie nur an der Oberfläche kratzen würden.
Mir fällt kein Grund ein, warum ich diesem Buch nicht fünf Sterne gebe sollte.
Für die Möglichkeit, über beziehungsweise-leben.de, Blogs, Facebook und Twitter mit den Herausgebern/Autoren direkt in Kontakt zu treten, würde ich dem Buch gerne auch noch einen sechsten Stern geben.
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von Daniel Hufeisen
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Porno, Sex und keine Küsse
(Da Google einAugenblick.de meist nicht mehr bei den Suchergebnissen anzeigt, kann ich auch mal mit gutem Gewissen so nen reißerischen Titel wählen)
Stern TV interviewte Bernd Siggelkow, den Gründer der Arche in Berlin, der gerade das Buch “Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist” veröffentlicht hat. Es geht um Kinder, Teens und Jugendliche, für die Sex und Pornos vollkommen normal sind, die aber nicht wissen, wozu Küsse gut sein sollen. “Denn Küssen kommt im Porno nicht vor.”
Das Interview solltest du wirklich mal lesen. Und vielleicht auch den etwas längeren Artikel zum Thema, der aus einem Stern-Heft von 2007 stammt und auf den vorhin schon E-Mix hinwies.
Heute morgen schrieb dann Focus Campus noch über eine Kasseler Studentin, die ihr Jungfräulichkeit im Internet versteigert…
Mmmh. Meine ehrliche Frage ist nun, wie sollen und können wir als Christen und Gemeinden damit umgehen? Wie kann ein guter Umgang mit Sexualität vermittelt werden? Was ist überhaupt ein guter Umgang? Und ist das unser Auftrag, uns da einzumischen? Wenn ja, ist “wahre Liebe wartet” die richtige Antwort auf folgende Frage einer Elfjährigen: “Bernd, bin ich hässlich? Mit mir war nämlich noch nie ein Mann im Bett.”?
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Nachtrag:
Schon mal folgende Seiten angeschaut?
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von Daniel Hufeisen
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Geistliche Übungen: Schlaf
John Ortberg im Buch “Das Leben, nach dem du dich sehnst“, es geht um geistliche Übungen:
Vielleicht ist es das Geistlichste, was Sie jetzt gerade machen können, diese Buch aus der Hand zu legen und eine Runde zu schlafen.
Diese Erkenntnis hatte ich vor ein paar Jahren auch mal in einem Christus-Treff-Gottesdienst. Es war nicht so direkt das Thema, aber ich erkannte, dass ich ausgeschlafener sein sollte, um fröhlich durch den Tag zu gehen und anderen Menschen freundlich und liebevoll begegnen zu können.
Also: Vielleicht ist es das Geistlichste, was du jetzt gerade machen könntest, dieses Blog aus dem Browser zu klicken und eine Runde zu schlafen.
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von Daniel Hufeisen
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Tagebucheintrag aus einem ICE

Sitze gerade alleine in einem kleinen ICE-Abteil, habe Musik, mein MacBook und ein eben für 7,50 Euro erstandenes Relevant Magazine.
War heute mit beim Emergent Deutschland Koordinatorentreffen, wo u.a. auch das Emergent Forum in Erlangen vorbereitet wurde (weshalb ich auch mit dabei war). Mich hat es gefreut, mit so vielen tollen Leuten etwas gemeinsam zu planen.
Nachdem ich gestern beim skypen mit meiner guten Freundin Johanna hörte, dass ihr Mann (und mein guter Freund) Chris auch heute in Kassel eine Sitzung hat und sich dann noch herausstellte, dass wir im gleichen Cafe und bis zur gleichen Uhrzeit tagen, war es klar, dass wir uns danach noch auf Döner und Getränk zusammensetzen und etwas reden…
Nach diesem guten Gespräch traf ich dann noch eine tolle Freundin aus meinen Kasseler Zeiten…
Schön (- siehe/höre mein blip von heute morgen).
Nun muss ich aber auch sagen, dass es nach einem solchen Tag voller guter und intensiver Gespräche gut tut, alleine im Zug zu sitzen und durch ein amerikanisches Magazin über “God. Life. Progressive Culture” zu blättern (seit wann/warum gibt’s das an deutschen Bahnhöfen?).
Ach, noch ein Zitat aus Relevant:
Daniel Radosh, ein säkularer jüdischer New Yorker, schreibt über die 10 verrücktesten Entdeckungen in der christlichen Subkultur (mehr in seinem Buch: “Rapture Ready!: Adventures in the Parallel Universe of Christian Pop Culture”. Nr. 2 ist der “Bibleman“, wohl eine billig gemachte Kinder-TV-Serie mit dazugehörenden Actionfiguren:
“At some point you’ve just got to decide which is most important” Schlipp (Bibleman-Chef oder so) said. “Is the production most important or is the message most important?” In other words, as long as it’s Christian, it doesn’t have to be very good. I’m glad God didn’t take this approach in Genesis. “Well, the green sky kind of clashes with the orange ocean, but as long as people get the idea …”
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(hochgeladen wird das ganze erst später, da mir leider der Zugriff auf das WLAN versagt ist)
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von Daniel Hufeisen
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Kurzformel des Evangeliums
Hier eine “Kurzformel des Evangeliums“, die Klaus Teschner so 1984 formuliert hat:
• Wir sind wertvoller, als wir annahmen.
• Wir sind verkehrter, als wir wahrhaben wollen.
• Wir sind geliebter, als wir wissen.
• Gott hat mehr mit uns vor, als wir uns träumen lassen.
Dabei ist wohl die Reihenfolge entscheidend…
Das Zitat passt gut zu der Diskussion bei Toby Faix zum Thema “Bad news – good news oder was ist denn gut an der Guten Nachricht?“
Gefunden habe ich das in dem Buch “Aktivgruppen: Jugendliche entfalten Talente und entdecken den Glauben” von Reinhold Krebs und Burkhard vom Schemm, das Toby übrigens in einer Amazon-Rezension als “Pflichtlektüre Jugendarbeit” bezeichnet. Dem kann ich nur zustimmen, ich habe bisher ein Drittel gelesen und das Buch schon einigen meiner “Kollegen” empfohlen, die auch vor kurzem begonnen haben, in einer Gemeinde Jugendarbeit zu machen.
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von Daniel Hufeisen
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Oskar und die Dame in Rosa
Seit vorgestern lese ich das wunderschöne Buch Oskar und die Dame in Rosa von Eric-Emmanuel Schmitt als Bettlektüre. Von ihm habe ich bisher das ebenso schöne Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran und Die Schule der Egoisten, das mich nicht ganz überzeugen konnte, gelesen.
In Oskar und die Dame in Rosa schreibt Oskar, ein todkranker Junge, Briefe an Gott, den er sich aber noch nicht so ganz vorstellen kann. Einmal berichtet er wie er mit “Oma Rosa” in eine Kapelle geht und dort zum ersten Mal bewusst ein Kruzifix sieht. Wie er das erlebt, zitiere ich hier mal auszugsweise:
Ich habe natürlich einen Riesenschreck bekommen, als ich Dich dort hängen sah, als ich dich in diesem Zustand gesehen habe, fast nackt, ganz mager an Deinem Kreuz, überall Wunden, die Stirn voller Blut durch die Dornen, und der Kopf, der Dir nicht mal mehr gerade auf den Schultern saß. Das hat mich an mich selbst erinnert. Ich war empört. Wär ich der liebe Gott, wie Du, ich hätte mir das nicht gefallen lassen.
“Oma Rosa, im Ernst: […] Sie werden doch so einem nicht vertrauen!”
“Warum nicht, Oskar? Würdest du dich eher einem Gott anvertrauen, wenn du einen Bodybuilder vor dir hättest […]?
“Ähm…”
“Denk nach, Oskar, Wem fühlst du dich näher? Einem Gott, der nichts fühlt, oder einem Gott, der Schmerzen hat?”
“Einem, der Schmerzen hat, natürlich. Aber wenn ich er wäre, wenn ich der liebe Gott wäre, wenn ich so wie er alle Möglichkeiten hätte, würde ich mich um die Schmerzen drücken.”
“Niemand kann kann sich um Schmerzen drücken. Weder Gott noch du. Weder deine Eltern noch ich.” Gott
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von Daniel Hufeisen
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Marlin Watling: natürlich übernatürlich
Auch ich habe freundlicherweise “Natürlich Übernatürlich“, das erste Buch von Marlin Watling, geschickt bekommen. Marlins Blog lese ich nun schon seit einigen Jahren, da freut es mich natürlich, dass ich auch sein Buch lesen konnte.
Es war eine sehr nette Überraschung, am Geburtstag meines Bruders selber ein Geschenk zu bekommen. Ich wollte das Vorwort lesen, weil ich mehr sicherlich zur Zeit nicht schaffen würde, und dann einen kurzen Eintrag hier im Blog darüber schreiben. So nach dem Motto: “Cool, ich habe ein tolles Buch geschenkt bekommen. Ich nehme gerne auch noch weitere an und verspreche hiermit, dass ich zumindest kurz darauf hinweisen werde!” Dann habe ich das Vorwort und die Einleitung gelesen, und weil das so spannend klang, habe ich weiter gelesen. So dass ich nun doch das ganze Buch gelesen habe.
Worum geht es eigentlich in diesem Buch mit dem guten Titel “natürlich übernatürlich” und dem schönen Cover?
Das Thema ist, wie der Untertitel verrät: “Die Geschichte der Vineyard-Bewegung. Von den Anfängen der Hippie-Bewegung bis zu neuen Gemeinden im postmodernen Europa.” Marlin berichtet als Insider, er ist Leiter der Vineyard Heidelberg, über die Entstehung und Geschichte dieser Gemeinde-Bewegung, d.h. viel auch über John Wimber. Aber er schreibt auch über neue Gemeinden, die in den letzten Jahren entstanden. Dabei war es den Vineyard-Gemeinden immer wichtig, kulturell relevant und gleichzeitig offen für den Heiligen Geist zu sein.
Das Buch lässt sich wirklich gut lesen und ist durch viele Original-Zitate und Kommentare von Menschen, die es miterlebt haben, alles andere als eine trockene Lektüre. Mehr über das Buch schreiben Karl und Mike.
Ich plane nun noch zwei, drei kurze Artikel über Punkte, die mich inhaltlich bewegt haben…
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von Daniel Hufeisen
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40 Days Living the Jesus Creed
Scot McKnight, Autor des “Jesus Creed” Buchs und Blogs hat zu dem Buch nun auch ein 40-Tage-Andachtsbuch (“40 Days Living the Jesus Creed”) geschrieben. Davon hat er auf seinem Blog einmal 100 Exemplare verschenkt. Ich gehörte zu den Glücklichen und bekam so dieses Buch geschickt (noch nicht einmal Porto musste ich zahlen) – Vielen Dank!
Das passt natürlich sehr gut zu dem was ich unter höre, täglich und Fastenzeit 2008: 40 Day Challenge beschrieben habe. Ich schaffe es zwar ehrlich gesagt nicht jeden Tag, das “Jesus Creed” zu sagen, auch in dem Andachtsbuch lese ich nicht jeden Tag, trotzdem wurde mir dadurch das “höchste Gebot” in den letzten Wochen immer wichtiger.
Im Buch “40 Days Living the Jesus Creed” führt Scot McKnight jeden Tag kurz aus, was es bedeutet, nach dem höchsten Gebot zu leben. Für mich waren da schon einige sehr gute Impulse bei, die mich zum Beten und Umsetzen trieben. Ich erkenne aber auch immer wieder, dass ich da noch viel lernen kann und dass es wirklich die entscheidende und nicht immer leichte Herausforderung für Christen ist, Gott und seine Mitmenschen zu lieben.
Kategorien: Bibel Glaube Zitate
Tags: Bibel Buch Leben Zitat
von Daniel Hufeisen
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Ein Jahr biblisch leben
Bei God’s Politics findet man ein lesenswertes Interview mit A.J. Jacobs, der ein Jahr lang versucht hat möglichst wörtlich nach der Bibel zu leben. Über seine Erfahrungen hat er das Buch The Year of Living Biblically geschrieben.
Ein schönes Zitat aus dem Interview fand ich heute auf der Tumblr. Startseite:
Because my Bible year taught me something that I wish I had known for the first 38 years of my life. If you want to be happy, you should pursue OTHER people’s happiness. You should do good things for others. It’s a paradox, but it works. Being unselfish leads to selfish fulfillment.







