Kurz zu Kenia, Birma und Taiwan

Wenn man persönlich etwas mit den Orten und Menschen verbindet, von denen man in den Nachrichten hört, bewegt einen das mehr als sonst.

So bewegt es mich ein Foto aus Nakuru zu sehen und die Nachrichten über Kenia zu lesen. Auch Cedric, den noch mehr mit Kenia verbindet schreibt über das, was dort gerade geschieht: Chaos statt Demokratie in Kenya
(bewegt mich wegen…)

Auch was in Birma/Burma/Myanmar geschieht interessiert mich weiter: Gerade wurden dort die TV-Gebühren um das 166-fache erhöht
(bewegt mich wegen…)

Und auch aus Taiwan gibt es mal wieder neue Nachrichten (lesenswert – vor allem für die, die gar nicht so genau wissen, was das “Taiwan-Problem” ist).
(bewegt mich wegen…)

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So 25. Nov 2007 - 11:01
Kategorien: Afrika Gesellschaft Glaube Medien
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von Daniel Hufeisen

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Was im Leben wirklich zählt

Das Thema des aktuellen stern heißt:

Was im Leben wirklich zählt

Den Rücktritt von Franz Müntefering nehmen sie als Anlass „Geschichten von Menschen, die bereit waren, alles zu ändern“ zu erzählen. Der Grundtenor des Artikels ist eindeutig: Es gibt Dinge, die wichtiger sind als Erfolg, Macht und Geld. Und was ist wichtiger? Menschen. Andere Menschen.
Die Möglichkeit der Empathie macht den Menschen zum Menschen. Der Mensch braucht vom Anfang bis zum Ende seines Lebens Gemeinschaft.

Die Geschichten werden immer wieder von grundsätzlichen Gedanken unterbrochen:
Was treibt den Menschen wirklich, fragt der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid und antwortet mit einer anderen Erklärung für das, was wirklich zählt im Leben: die Sehnsucht nach Glück. Im Verständnis der Moderne ist Glück aber meist nur die Maximierung von Lust und die Minimierung von Unlust. Doch lässt sich Lust unendlich vermehren? „Die Lust des Essens, des Trinkens, auch die des Bettes ist ein schöner Moment”, schreibt Schmid, „ein Hochgefühl, eine selige Erfahrung, aber sie hält nicht vor, das gehört zu ihrem Wesen.“ Was ist mit den Momenten danach, mit den Zeiten zwischen den Kicks, fragt der Philosoph. Was was mit der Unlust? Dazu zählt nicht nur Schmerz, Leid und Krankheit, die mit allen Mitteln bekämpft werden, sondern oft schon jede Einschränkung der persönlichen Freiheit durch die Ansprüche anderer. „Aber wenn ich von allen Bindungen befreit bin, wo stehe ich dann?”, fragt Schmid: „Im Nichts.“

Aber noch mehr als solche Gedanken regen die erzählten Geschichten von realen Menschen zum Nachdenken an. Sie bewegen. Durch diese Geschichten werden gute Werte vermittelt, viel wirkungsvoller als durch die immer wiederkehrende Forderungen, sich zurück auf die guten alten Werte zu besinnen.

Einige Seiten später werden Geschichten von Menschen erzählt, deren Leben systematisch zerstört wurde: Im Osten Kongos werden jedes Jahr tausende Mädchen und Frauen äußerst brutal von Rebellen vergewaltigt. Der stern berichtet von einem Krankenhaus, das für einige dieser Frauen zur letzten Zuflucht wurde. Auch hier äußerst bewegende Lebensgeschichten, die sprachlos machen.

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Heilung vor Vergebung

Zerbrochenes Herz

Wenn man Leuten Vergebung predigt, deren Wunden noch bluten, stößt man einen Speer in ihre Wunden. Leute müssen zuerst Heilung erfahren, bevor Vergebung und Versöhnung möglich werden können.

Dies sagte jemand bei einem Seminar in Ruanda, bei dem Opfer und Täter des Völkermords teilnahmen. Davon berichtet Marcus Grohmann in der aktuellen dran 7.07.
Ich finde das ist ein spannender Gedanke. Stimmt das? Ist Heilung auf jeden Fall notwendig, um vergeben zu können?

Das Bild oben stammt aus unserem 24-7 Prayer Raum. Bei der Station konnte man einen Blumentopf zerschlagen und dann wieder zusammenkleben und dabei die eigenen Verletzungen Gott “hinlegen”.
Gott ist denen nahe, die verletzt sind, er heilt zerbrochene Herzen. Das haben ich und auch viele andere erlebt. Und dann ist auch Versöhnung möglich. Mmmh, nur dann?

btw: Die Bibelverse haben wir mit Hilfe des genialen Programms Rasterbator so groß ausgedruckt (eigentlich ist das für riesige Bilder gedacht).

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Der ewige Gärtner

Gestern Abend sah ich “Der Ewige Gärtner”. Ein Film von Fernando Meirelles (von dem auch der absolut empfehlenswerte Film “City of God” ist). Der Film spielt in Kenia, UK, Sudan und Deutschland. Was mich ein bisschen wundert ist das Zitat der Zeitschrift “cinema” auf der DVD-Hülle: “Lebendige, ungeschönte Bilder des bunten Treibens in Westafrika” – seit wann ist Kenia in Westafrika? Egal, in dem Film geht es um die Machenschaften der Pharmaindustrie und Politik in Afrika. Sehr spannend. Und sehr erschreckend.
Im Abspann stand dazu ein Zitat vom Autor der Romanvorlage John Le Carre:

Nobody in this story, and no outfit or corporation, thank God, is based upon an actual person or outfit in the real world. But I can tell you this, as my journey through the pharmaceutical jungle progressed, I came to realize that, by comparison with the reality, my story was as tame as a holiday postcard.

Ja, egal, ob die beschriebenen Ereignisse authentisch sind oder nicht, die grundsätzliche Haltung der Konzerne und Personen gegenüber Afrika ist (leider!) recht authentisch.

Mich hat der Film natürlich an meine Zeit in Kenia vor genau einem Jahr erinnert. Die Bilder von Nairobi, den Slums, der Natur, die Flamingos und vor allem die Menschen. Menschen die sich freuen, die leiden, die Gutes tun, die Böses tun, die Suaheli sprechen (soviel wie im Film gesprochen wird versteh ich sogar noch), massenhaft Kinder, die jedem mzungu “How are you?” zurufen (die Szene war nicht “gestellt”) – Menschen, die leben…

Was mir noch aufgefallen ist: das Fisch-Symbol auf der Heckscheibe des Autos (bei 1:29:40) – vermittelt dieses “Geheimzeichen” hier eine geheime Botschaft? ;)

Zum Weiterklicken:
Vorbild für die Gruppe Hippo im Film ist die BUKO Pharma-Kampagne.

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Fr 8. Dez 2006 - 20:46
Kategorien: Afrika
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von Daniel Hufeisen

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I Promise Africa

Ohne weitere Worte:

(Direkter Link zum Video)

Gefunden im MediaRights-Channel im Democracy-Player.

Informiere dich mehr über Aids in Africa.

In Nakuru, wo ich im Sommer war (siehe), sind schätzungsweise 30% der Menschen HIV-positiv…

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Gedanken über Kenia 001 – Mission

Braucht Kenia Mission, braucht Kenia Missionare?

Wir waren einmal in einem Restaurant und beteten vor dem Essen. Der Kellner wollte gerade etwas bringen und hat deshalb unser Gebet beobachtet. Nach dem “Amen” fragte er, ob wir gebetet hätten und freute sich als wir bejahten. Er sagte, dass wir die ersten Weißen seien, die vor dem Essen gebetet hätten, sonst beteten nur Kenianer. Die meisten Weißen würden ja nicht an Gott glauben…

Ein ander Mal fuhr ich mit einem Boda-boda. Der Fahrer fragte mich, ob ich Christ sei und sprach dann über seinen Glauben und zitierte Bibelverse…

Und ich fahre in dieses Land, um die Menschen zu missionieren?

Sollten nicht eher die Kenianer nach Deutschland kommen?

Und warum fand ich mein Praktikum dort trotzdem so gut?

Es hat mit dem Bono-Zitat zu tun, was ich schon vorher mal hier zitiert habe:

Hör auf Gott um Segen für das zu bitten, was du tust. Engagier dich für das, was Gott tut – denn das ist schon gesegnet… Gott ist immer mit den Armen. Das ist das, was Gott tut. Das ist das, wozu er uns ruft.

Es geht nicht darum, das ich den Menschen von Gott erzähle. Es geht darum, dass Gott etwas tut (siehe Missio Dei). Und das Entscheidende, was Gott tut, ist lieben. Gott liebt die Menschen, er ist bei ihnen und er möchte ihnen helfen. Und da können und sollen wir mitmachen. Gottes Liebe weitergeben. Die Menschen lieben und ihnen helfen. Mit Worten und Taten. Und das besonders für die Armen. Das ist unsere Mission. Das ist Gottes Mission.
In Kenia habe ich gemerkt, dass meine Worte (=Andachten, Bibelarbeiten etc.) nicht das Entscheidende waren. Das heißt nicht, dass sie nicht gut waren oder die Leute dort nicht dadurch angesprochen wurden. Das heißt nur, dass ich gemerkt habe, dass meine Anwesenheit, meine Zeit, mein Zuhören, mein Mitspielen, mein Mitlachen, meine Freundschaft, meine Wertschätzung, meine Liebe viel wichtiger waren bzw. meinen Worten erst richtig Bedeutung gegeben haben.

PS: Bei flickr sind inzwischen 44 Bilder in meinem Kenia 2006-Set. Es werden aber sicherlich noch mehr.

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Mo 28. Aug 2006 - 20:02
Kategorien: Afrika Tagebuch
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von Daniel Hufeisen

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Augenblicke in Kenia 013 – zurück

Bin jetzt schon wieder ein paar Tage in Deutschland.
Bin im schönen Waldecker Land.
Was leider ohne DSL leben muss.
Daher gibt’s nur nach und nach Kenia-Bilder bei flickr: ein Augenblick.
Aber es wird mit der Zeit immer mehr geben.
Ich hatte zwar irgendwann keine eigene Kamera mehr,
aber ich durfte Sammys mitnutzen.
Daher habe ich jetzt 14 CDs mit Bildern.
10 davon habe ich heute mit meinem Patenkind gesehen.
4 Stunden Bilder. Ohne Pause.
Soviele werde ich bei flickr nicht hochladen.
Es sei denn, jemand sponsort mir einen pro-account.
Bis dahin wird’s hier noch einige Gedanken über Kenia

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Sa 19. Aug 2006 - 12:49
Kategorien: Afrika Tagebuch
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von Daniel Hufeisen

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Augenblicke in Kenia 012 – Masai Mara

Praise the Lord.
Amen.
Praise the Lord once again!
Amen!

Loewen, Geparde, Gnus, Gazellen, Bueffel, Hyaenen, Elefanten, Dikdiks, Zebras, Giraffen, Antilopen, Strausse, Warzenschweine, Hippos, Baeume, Strauecher, Gras, Weite, Himmel, Sterne, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang.

Praise the Lord!
Amen!

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Mi 16. Aug 2006 - 12:57
Kategorien: Afrika Tagebuch
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von Daniel Hufeisen

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Augenblicke in Kenia 011 – Nairobi

Bin in Nairobi.
Nicht mehr in Nakuru.
Musste mich heute morgen von den Boys und Girls verabschieden.
Fiel mir nicht leicht.
Gestern Abend sagten wir ihnen:
We love you all!
Und das stimmt.
Ich vermisse sie.
Schon jetzt.

Bin in Nairobi.
Morgen in Masai Mara.
Freue mich sehr.
Unendlich viele Tiere.
Drei Tage lang.
Bin sehr gespannt darauf.

Bin in Nairobi.
In einer Woche zu Hause.
Freue mich.
Auf euch und so.
Werde Kenia vermissen.

Bin in Nairobi.

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Fr 11. Aug 2006 - 9:10
Kategorien: Afrika Tagebuch
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von Daniel Hufeisen

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Augenblicke in Kenia 010 – Rundmail

Hier nach mal wieder eine meiner Rundmails:

Liebe Freunde (und wer sonst so diese Rundmail liest),

inzwischen steht fest, dass wir schon am Mittwoch Nakuru Richtung Nairobi verlassen. Von dort werden wir von Donnerstag bis Samstag in den Masai Mara Nationalpark fahren (der beruehmteste Park Kenias). Das ist etwas, was man gesehen haben muss, wenn man in Kenia ist. Von Samstag bis Dienstag sind wir dann noch in Nairobi, bevor es zurueck geht. Ich freue mich (einige von) euch bald wiederzusehen.

Die letzten Tage wurden und werden wir von vielen Leuten zum Essen eingeladen, was immer sehr nett und lecker ist. Ansonsten ist wie gesagt keine Schule mehr, daher haben die Kids und wir viel Freizeit. Es ist also genuegend Zeit zum Spielen, Rumalbern und Reden. Ich bin jetzt schon traurig, dass ich die Kids bald verlassen muss. Sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen.
Bis gestern waren einige Schueler ein Highschool aus Sued-Ost Kenia bei uns auf dem Gelaende. Sie haben beim Kenya Music Festival teilgenommen. Anfangs waren sie alle recht schuechtern, aber nachher haben wir uns mit vielen sehr gut verstanden. Sie haben bei dem Festival verschiedene Taenze und Lieder vorgetragen und auch einen Preis gewonnen. Extra fuer uns haben sie in der Schule auch einen Masai-Tanz vorgefuehrt. Gestern sind wir dann mit ihnen zu dem Festival, wo wir viele Taenze aus ganz Kenia sehen durften. Ein schoenes Erlebnis.

Ach so, es gibt auch eine Website unserer Schule bzw des Heims: http://newlife-africa.com – leider nur auf Daenisch.Es ist auch moeglich eine Patenschaft fuer ein Kind zu uebernehmen (vielleicht kann ich euch dann ueber euere Patenkind ein paar Geschichten erzaehlen und Fotos zeigen) oder so das Projekt finanziell zu unterstuetzen. Schaut auf der Website oder meldet euch bei mir.

Kwa heri,
Daniel

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  • Daniel Hufeisen…

    …wird auch Hufi genannt
    …lebt in Erlangen
    …ist glücklich verheiratet
    …arbeitet bei und gehört zu ELIA
    …studiert Gesellschaftstransformation
    …studierte vorher an der EH Tabor
    …engagiert sich bei Emergent Deutschland
    …gehört zur Redaktion der Zeitsschrift oora
    …ist ›Lounge-DJ‹
    …fährt Fahrrad
    …interessiert sich für Gott und seine Welt
    …schreibt dieses Blog seit dem 27. April 2004
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