voller Narben und Verletzungen

Gestern Abend habe ich den recht merkwürdigen japanischen Film “Memories of Matsuko” so nebenbei gesehen (wo ich mir diesen Film legal im Netz angeschaut habe, ist mir zu peinlich zu schreiben).

Recht am Ende sagt Shou, die Hauptperson, auf jeden Fall folgendes – was ich hier mal zitiere:

Ich hab keine Ahnung von Gott.

Ich habe noch nicht einmal über ihn nachgedacht.

Aber falls es in dieser Welt wirklich einen Gott geben sollte, dann würde er wie meine Tante die Menschen zum Lachen bringen, ihnen Kraft geben und sie lieben.
Aber selbst würde er voller Narben und Verletzungen sein.
Einsam. Erbärmlich schlecht gekleidet. So ein bis auf den Grund schwermütiger Mensch.

Ich denke, dass es schon in Ordnung geht, an so einen Gott zu glauben.

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Wie soll sie von dem Mann voller Narben und Wunden, der wie ihre Tante Menschen zum Lachen bringt und alle Schwermut der Welt am Kreuz ertragen hat gehört haben, wenn er ihr niemals vorgestellt wurde… . Wie traurig.

Ja.

Spannend ist in dem Film auch, dass einer der Geliebten der Tante im Gefängnis an ein Neues Testament gerät und immer wieder an dem Satz “Gott ist Liebe” hängen bleibt…

Ich habe mir diesen Film auch schonmal angesehen und finde es wirklich brilliant.
Der Film ist so wie man sich ihn am Anfang NICHT vorstellt.
Wer trotzdem denkt er könnte wissen wie der Film ist ohne ihn gesehen zu haben der wird zu 100% falsch liegen.
Ich kann dieses kleine Meisterstück uneingeschränkt empfehlen und jeden nur dazu auffordern, sich offenen Geistes, einer filmischen Wundertüte anzunehmen und sich überraschen zu lassen.

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